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Ian Shine, Deborah Slier (Hg.)

Der letzte Sommer des Philip Slier

Briefe aus dem Lager Molengoot 1942
Cover: Der letzte Sommer des Philip Slier
Osburg Verlag, Berlin 2009
ISBN 9783940731326
Gebunden, 272 Seiten, 22,90 EUR

Klappentext

Aus dem Englischen von Jutta Bretthauer. Vrolikstraat 128, Amsterdam, eine kleinbürgerliche Wohngegend. Im Jahr 1997 stößt hier bei Abbrucharbeiten ein Arbeiter in der Decke eines Badezimmers auf ein Bündel versteckter Briefe. Es handelt sich um insgesamt 86 Postkarten und Briefe, die der damals 18 Jahre alte Philip Slier 1942 aus dem deutschen Zwangsarbeiterlager Molengoot an seine Eltern geschrieben hat. Die anrührenden Zeugnisse eines großen Unrechts, die bedrückenden Spuren eines gestohlenen Lebens.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 29.12.2009

Aleida Assmann zeigt sich sehr berührt von diesem Band, der 86 Briefe des 17-jährigen Philip Slier aus dem Lager Molengoot an seine Eltern von 1942 nebst Familienfotos und historischen Erläuterungen enthält. Die Rezensentin sieht darin ein "Gegenstück" zum Tagebuch der Anne Frank  und ihrer Meinung nach sollte es zur Schullektüre werden. Der zu schwerer Zwangsarbeit herangezogene Jugendliche berichtet seinen Eltern vom Lagerleben, beschreibt den täglichen Kampf gegen den Hunger und versucht, ihnen in seinen Briefen Mut und Hoffnung zu geben, stellt Assmann fest. Dabei hat sie besonders erschüttert, wie ahnungslos sich die hier unmittelbar betroffenen Juden angesichts des Holocausts zeigen.