Aus dem Lateinischen von Peter Knauer SJ und mit Einleitung, Apparat, Bibliographie und Register von Rainer Berndt SJ. Mit diesem Band erscheint im Rahmen des Corpus Victorinum die deutsche Übersetzung eines der bedeutendsten theologischen Werke des 12. Jahrhunderts. Was das Wort "Heiltum" für "sacramentum" im Titel und im gesamten Text angeht, wurde es gewählt, weil heute das Wort "Sakrament" eingeschränkt auf die sieben Sakramente verstanden wird; diese enge Bedeutung hatte es zur Zeit Hugos von Sankt Viktor nicht. Das Wort "Heiltum" wurde in früherem Deutsch durchaus auch für die Eucharistie gebraucht, etwa für die Hostie in der Monstranz, aber eben auch in einem weiteren Sinn wie für die Lesung der Heiligen Schrift. So verweist das heute kaum mehr gebräuchliche Wort "Heiltum" auf ein früheres Sprachverständnis. Diese Übersetzung wird von zwei Apparaten begleitet.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 22.07.2010
Nichts sei passender als in der derzeitigen kirchlichen Krise über den christlichen Glauben nachzudenken, meint der katholische Theologe Manfred Gerwing und schlägt zu diesem Zweck das nun erstmals in deutscher Übersetzung erschienene Werk von Hugo von Sankt Viktor auf. Die in den letzten Lebensjahren des 1141 gestorbenen, aus Sachsen stammenden Verfassers entstandene Schrift gilt als dessen Opus Magnum und als eine der ersten theologischen "Summen" überhaupt, erklärt der Rezensent. Er lobt die hervorragende, sich überwiegend auf die kritische lateinische Edition von 2008 stützende Übersetzung von Peter Knauer, nur um sich dann gleich beim Titel unzufrieden zu zeigen. Hier sollte es besser "Heilsgeheimnisse" statt "Heiltümer" heißen, murrt Gerwing, der noch weitere Stellen nennt, wo die Übersetzung seiner Meinung nach zu wörtlich am Original klebt oder zu archaisch überträgt. Insgesamt rühmt er das vorliegende Werk aber für seine rasche und dabei "konzentrierte" Übersetzung, in der Hugo von Sankt Viktor "Geschichte als Heilsgeschichte" auslegt, in der alles "theologisch relevant" ist.
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