Horst Eckert

Die Zwillingsfalle

Krimi
Grafit Verlag, Dortmund 2000
ISBN 9783894252380
Taschenbuch, 351 Seiten, 9,61 EUR

Klappentext

Ela Bach will Leiterin des KK 11 bei der Düsseldorfer Kripo werden und hat mit Intrigen und Vorurteilen zu kämpfen. Leo Köster ist mit Leib und Seele Angehöriger des Spezialeinsatzkommandos. Doch er steckt im Scheidungsstress, bekommt das Zittern in den Händen, und als er bei einem Einsatz einen Kollegen lebensgefährlich verletzt, wird er zur Kriminalwache versetzt. Martin Zander vom Einsatztrupp der Polizeiinspektion Nord geht "Nebentätigkeiten" nach. Er unterschlägt Diebesgut und macht auch schon mal selbst einen Bruch. Ein Aufsehen erregender mehrfacher Mord in der Sauna eines Fitnesscenters lässt die Wege der drei sich kreuzen ...

Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 07.06.2001

Tobias Gohlis bespricht gleich zwei im letzten Jahr erschienene Krimis. Beide, berichtet der Rezensent, spielen mit bekannten Klischees des Genres. Beide, urteilt Gohlis, mit unterschiedlichem Ergebnis. Während er Horst Eckerts Band wenig abgewinnen kann, erntet Roger M. Fiedler ein großes Lob vom Rezensenten.
1.) Horst Eckert: "Die Zwillingsfalle"
Kaum zu glauben, meint Gohlis, dass Eckert für diesen Roman den renommierten deutschen Krimipreis "Glauser" eingeheimst hat. Laut Jury sei das Oeuvre eine "Bullenoper im besten Sinne" berichtet der Rezensent. Das kann man so sehen, wenn man TV-Action-Serien wie "Helicops", "Die Straßen von Berlin" oder "Alarm für Cobra 11" für gute Serien hält, räumt Gohlis ein. Aber wer tut das schon, fragt der Rezensent und ärgert sich zudem darüber, dass Eckert ein bisschen zu stark bei seinem großen Vorbild James Ellroy abgekupfert hat. "Effekthascherei statt Atmosphäre, Chargen statt Charaktere", lautet denn auch das deutlich negative Fazit der Kritik.
2.) Roger M. Fiedler: "Dreamin' Elefantz"
Hell erfreut ist Gohlis hingegen über den Krimi des bisher eher unbekannten Münchner Autoren Roger M. Fiedler. Der spielt zwar auch mit vielfältig bekannten Krimi-Klischees, aber für Gohlis erweist sich Fiedler als "Meister der Varianten", der sämtlichen bekannten Mustern, Plots und Charakteren einen neuen, "verführerisch verschrobenen" Dreh verleiht. Und besonders begeistert ist Gohlis darüber, dass Fiedlers "jazzige Schreibe" so gar nicht verfilmbar ist. Da bleibt einem dann, hofft der Rezensent, ein schlechtes RTL-Plagiat erspart.
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