In diesem Sammelband geht es um Kultur in Düsseldorf. Zeit- und Ortszeugen aus verschiedenen Generationen kommen zu Wort. Ein vielstimmiger Chor verschiedener Temperamente, Erfahrungen, Aufgabengebiete. Neben Lob und Anerkennung vernimmt man aber kritische Stimmen...
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 09.11.2001
Weil Düsseldorf kein Dorf ist, meint Hartmut Hänsel, ist die Lektüre dieses Buchs durchaus lohnenswert, insbesondere natürlich für den Düsseldorfkenner bzw. -liebhaber. In dem Band hat die Herausgeberin Alla Pfeffer, Vorsitzende des Verbandes deutscher Schriftsteller in Nordrhein-Westfalen, 73 autobiografische Berichte versammelt, so Hänsel, von Autoren, die "kulturelle Aufgaben" in Düsseldorf wahrgenommen haben: Schauspieler, Galeristen, Architekten und Dichter beispielsweise. Wer Düsseldorf liebt, wird mit der Lektüre dieser Hommage seine Düsseldorf-Gefühle noch vertiefen können, ist sich der Rezensent sicher.
Heike Geißler: Michaela Kohlhaas "Das Rechtgefühl machte ihn zum Räuber und Mörder." So erzählt es Heinrich von Kleist in seiner gleichnamigen Novelle über den Pferdehändler Michael Kohlhaas, der nach erlittenem… Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Petra Morsbach: Orion Nora lernt bei einem Studentenjob ihren späteren Mann kennen, einen Archivar. Sie wird Lehrerin für Deutsch und Geschichte in einem oberbayerischen Gymnasium, zieht einen… Nelio Biedermann: Lázár Alles beginnt, sogar das Ende, als Lajos von Lázár, das blonde Kind mit den wasserblauen Augen, zur Welt kommt. Seinem Vater, dem Baron, wird der Sohn nie geheuer sein, als…