Hilmar Hoffmann

Erinnerungen

'Ihr naht Euch wieder, schwankende Gestalten', Zweite Auflage
Cover: Erinnerungen
Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 2003
ISBN 9783518397848
Taschenbuch, 549 Seiten, 15,00 EUR

Klappentext

Durchgesehene, aktualisierte und erweiterte Neufassung 2003. Einer der markantesten Zeitzeugen der Bundesrepublik Deutschland erinnert sich: Unter der Devise "Kultur für alle" ist Hilmar Hoffmann zum Inbegriff des modernen Kulturpolitikers geworden. Als Präsident des Goethe-Instituts hat er die deutsche Kultur weltweit vertreten. Aus dieser Perspektive blickt er in diesem Buch zurück auf wichtige Begegnungen seiner über fünfzigjährigen kulturpolitischen Karriere. Der Neuauflage sind Abschnitte zum Beispiel über Joschka Fischer oder die ehemaligen Kulturminister Michael Naumann und Julian Nida-Rümelin beigefügt.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 20.09.2004

Hilmar Hoffmann habe sich entschieden, scherzt Rezensent Gregor Schuhen, dass seit der Erstveröffentlichung seiner Erinnerungen nicht "erst", sondern "schon" vier Jahre vergangen sind, und gehe hiermit nun also in die aktualisierte und erweiterte Neuauflage. Schuhen lobt an diesen Erinnerungen von einem der "einflussreichsten Kulturpolitiker Deutschlands", bis 2002 vor allem Präsident des Goethe-Instituts, die "mitunter geschickt pointierte Charakterzeichnungen öffentlicher Personen", die den Lebensweg Hoffmanns gekreuzt haben. Die Neuauflage ist ergänzt, erfährt man, um Begegnungen der letzten vier Jahre - durch Kapitel über Schröder und Joschka Fischer, Michael Naumann und Julian Nida-Rümelin. Dass, während das Fischer-Porträt sich wie eine offene Liebeserklärung lese, die Kulturminister-Kapitel so "seltsam emotionslos daherkämen" erklärt der Rezensent sich damit, dass sich in jener Nüchternheit womöglich ein Gefühl persönlichen Unmuts ausdrücke, dessen "explizite Äußerung" den allgemeinen Tenor des Buches empfindlich gestört hätte. Am Ende, freut sich Schuhen, kehre jedoch das Pathos zurück - und jeglicher Unmut verflüchtige sich: "Jetzt genieße ich den Vorteil des Alters, nichts mehr werden zu müssen, sondern nur noch zu sein."
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