Berlin war in der Zwischenkriegszeit die kulturelle Metropole der deutschsprachigen Welt: Nirgendwo gab es mehr Theater, Opern- und Operettenhäuser, Filmstudios, Zeitungsredaktionen und Verlage wie in der Stadt an der Spree. Hier gab es zahllose Anregungen, hier eröffneten sich ungeheure Möglichkeiten, hier konnte man die große Karriere machen. Die Stadt sprühte vor Energie. Das kreative Leben jener aufregenden Zeit wurde stark von den zahlreichen Zuwanderern beeinflusst. Sie waren der Anziehungskraft der modernen Stadt verfallen und sie erfüllten die Anforderungen der aufgeschlossenen und Unterhaltung suchenden Stadt. Viele von ihnen kamen aus Wien. Das Buch schildert das Milieu der Wiener Künstler, Journalisten und Literaten, deren Arbeit den Geist jener Zeit so maßgeblich prägte.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 28.12.2011
Irgendwas muss sein zwischen diesen beiden Orten. Eh Rezensent Lothar Müller weiter grübelt, was es ist, liest er bei Hermann Schlösser nach, der selber als Deutscher nach Wien kam und nun die Wiener im Berlin der Weimarer Zeit porträtiert, Künstler vor allem, aber auch Journalisten, lauter moderne Menschen. Weniger voreingenommen als Karl Kraus macht er das, findet Müller, leicht, aber doch erschöpfend. Ob Joseph Roth, Lotte Lenya, Lili Grün, Billy Wilder - sie alle findet er markant dargestellt.
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