Herbert Renz-Polster

Menschenkinder

Plädoyer für eine artgerechte Erziehung
Cover: Menschenkinder
Kösel Verlag, München 2011
ISBN 9783466309306
Gebunden, 191 Seiten, 17,99 EUR

Klappentext

Immer neue Theorien erklären, was Kinder angeblich brauchen und was die Eltern angeblich falsch machen. Da ist nur ein Problem: die Theorien ändern sich ständig und sie widersprechen sich. Die Eltern stehen damit vor einer ernüchternden Tatsache: ein guter Teil von dem, was über Kinder behauptet wird, ist reine Spekulation. Gut gemeint (in aller Regel), aber trotzdem: Geschwätz. Dieses Buch zeigt: dass das Geschwätz erst aufhört, wenn wir die jahrtausendealte Geschichte unserer Kinder kennen; dass es zu billig ist, den Eltern den schwarzen Peter zuzuschieben, wenn die Erziehung nicht klappt; dass wir eine angeblich vor allem für Legehennen wichtige Frage auch für Menschenkinder stellen müssen: die Frage nach der artgerechten Umwelt.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 18.01.2012

Klingt ganz vernünftig, was Manuela Lenzen über dieses Buch berichtet. Zwei Beobachtungen setzen den Rahmen für seine Reflexion: Jedes zweite Kind bekommt heute im Lauf seiner Schulzeit eine Therapie. Gleichzeitig ist der Raum zum Spielen im Freien für Kinder seit den siebziger Jahren um neunzig Prozent geschrumpft. Der Autor schlägt nach dem Referat der Autorin vor, sich auf die Evolutionsgeschichte zurückzubesinnen, ohne daraus ein darwinistisches Dogma zu machen. Wie sind Kinder in der Vorzeit aufgewachsen? Hätte man sie allein im Nachbarzelt schlafen lassen? Mehr Raum und zum Zeit zum Spielen und eine reichhaltige soziale Umgebung sind für die Kinder nützlicher als "pränataler Mozart" und Tigermutterterror - so viel nimmt die sehr angeregte Rezensentin aus dieser Lektüre mit.
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