Henry Leutwyler

Document

Cover: Document
Steidl Verlag, Göttingen 2016
ISBN 9783869309699
Gebunden, 208 Seiten, 65,00 EUR

Klappentext

Henry Leutwyler's new book Document reveals the unseen, the humble, and the intimate within iconic moments: the first moonwalk, political assassinations, the lives of musicians, artists, and athletes. The product of twelve years of discovery and dreaming, Document is a collection of portraits of things: Mahatma Gandhi's sandal, Alan Shepard's golf club, Janis Joplin's acoustic guitar, Jack Ruby's handgun. Leutwyler shows us these objects close up-straight on and without backdrop-a style that is equal parts still life, portraiture, and crime scene photography. Isolated from their contexts and owners, the objects have our full attention, and although we have never seen them, they feel utterly familiar. These are authentic objects, imperfect and unrestored, and in their scuffs, scratches, dirt and wear they powerfully evoke presence. They are the testaments of bodily histories, the traces of personalities, and the stuff of our collective memory. Document invites us to engage with our "icons" in wholly new ways, and to see our history differently, through the unexpected emotional charge of singular objects.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 26.11.2016

Rezensent Freddy Langer erkennt mehr als das Ding an sich in Henry Leutwylers Aufnahmen von Metallstücken, einem Sportschuh oder einem Kamm. Das liegt an Leutwylers bedeutungserweiterndem Kamerablick, meint Langer, ein Schatten hier, eine Vergrößerung ins Dämonische dort. Dass Kamm, Brieftasche und Armbanduhr, Elvis, der Monroe oder James Dean gehört haben, wie der Rezensent erfährt, macht den Band für Langer zu einer Asservatenkammer des 20. und 21. Jahrhunderts und zum Starkult auf Umwegen, wie er schreibt. Vertrauen muss er dem Künstler allerdings, denn die Besitzverhältnisse bleiben erst einmal Behauptung, eine Behauptung jedoch, die ihre Wirkung entfaltet, sobald der Betrachter sich seinen Teil dazu denkt, erklärt Langer. Dann nimmt Elvis den Kamm und kämmt sich die Tolle, meint er.

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