Wer die ersten zehn Jahre von Namibias Unabhängigkeit noch einmal Revue passieren lassen möchte, dem kann Rezensent Joachim Zeller dieses Buch nur empfehlen. Der Band, der Henning Melbers Jahresüberblicke des "Afrika-Jahrbuchs" versammelt, bietet nicht nur einen Überblick über die innen- und außenpolitische, sondern auch über die sozioökonomische Entwicklung des Landes in der nachkolonialen Ära, berichtet Zeller. Klar benenne Melber die Fehlentwicklungen des im gesamtafrikanischen Kontext relativ gut dastehenden Landes: Neben dem Demokratiedefizit und dem intoleranten Meinungsklima sind es die ökonomischen Schwierigkeiten, die Melbers Besorgnis erregen. So gestalte sich die angestrebte Transformierung der aus Kolonial- und Apartheidzeiten ererbten Strukturen in Wirtschaft und Gesellschaft äußerst schwierig, die sozialen Gegensätzen nähmen zu und die Verschuldung des Staatshaushalts wachse an. Insgesamt Zeller würdigt Melbers Chronologie des noch jungen Namibia als "gut lesbare und engagierte Analyse".
Nelio Biedermann: Lázár Alles beginnt, sogar das Ende, als Lajos von Lázár, das blonde Kind mit den wasserblauen Augen, zur Welt kommt. Seinem Vater, dem Baron, wird der Sohn nie geheuer sein, als… Heike Geißler: Michaela Kohlhaas "Das Rechtgefühl machte ihn zum Räuber und Mörder." So erzählt es Heinrich von Kleist in seiner gleichnamigen Novelle über den Pferdehändler Michael Kohlhaas, der nach erlittenem… Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Petra Morsbach: Orion Nora lernt bei einem Studentenjob ihren späteren Mann kennen, einen Archivar. Sie wird Lehrerin für Deutsch und Geschichte in einem oberbayerischen Gymnasium, zieht einen…