Mit seinen Gedichtbänden "Kombinationen" (1954) und "Topographien" (1956) stellte sich Helmut Heißenbüttel der literarischen Öffentlichkeit vor. Die beiden Bände behandeln ein Grundthema der Werke Heißenbüttels: die Registration und Montage des Vorgefundenen, die Bestandsaufnahme der Wirklichkeit in der experimentellen Anforderung ihrer sprachlichen Ablagerungen.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 12.05.2001
Dankenswert findet Jörg Drews diese Neuausgabe. In seiner Besprechung will er uns die Originalität Heissenbüttels als Vertreter einer wiedererstarkenden Literatur nach 1945 in Erinnerung rufen, wie sie sich an den beiden nun in einem Buch zusammengefassten Gedichtbänden "Kombinationen" und "Topographien" aus den Jahren 1954 und 56 ermessen lässt. Mit diesen Gedichten, schreibt Drews, "die uns heute sogar recht wenig radikal anmuten", habe sich der Autor Möglichkeiten erobert, "Bildlichkeit und die Erkenntnis der essentiellen Abstraktheit der gegenwärtigen Weltverhältnisse zu kombinieren ... fragmentiertes Zeiterleben, zersplitterte Erinnerungen und spöttisch-satirische Intentionen ohne leicht sentimentale Resttöne auszudrücken."
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