Richard Dove

Aus einem früheren Leben

Gedichte. Englisch - Deutsch
Cover: Aus einem früheren Leben
Buch und Media Verlag, München 2003
ISBN 9783865200327
Kartoniert, 264 Seiten, 19,90 EUR

Klappentext

Aus dem Englischen von: Ulrike Draesner, Hans Magnus Enzensberger, Richard Exner, Gerhard Falkner, Michael Krüger, Reiner Kunze, Anton G. Leitner, Friederike Mayröcker, Heinz Piontek, Joachim Sartorius, Ludwig Steinherr, Jürgen Theobaldy, Paul Wühr u.a. Richard Dove legt eine Sammlung von englischsprachigen Gedichten vor, die vor allem in den Jahren 1976 bis 1986 entstanden sind. Inhaltlich setzen sie sich einerseits mit den damaligen gesellschaftlichen Umbrüchen auf der britischen Insel, andererseits mit (in erster Linie) antiken und deutschen Vorbildern auseinander.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 02.10.2004

Der seit 1987 in Deutschland lebende englische Dichter Richard Dove schreibt mittlerweile die meisten seiner Gedichte auf Deutsch. Dieser Gedichtband jedoch, so der "ncb" zeichnende Rezensent, versammelt mehrheitlich Gedichte aus seiner englischsprachigen Zeit, die von ungefähr zwanzig "lyrischen Wahlverwandten" (wie etwa Friederike Mayröcker, Ulrike Draesner oder Paul Wühr) ins Deutsche übertragen wurden. Das Ergebnis findet der Rezensent einfach wunderbar - nicht nur wegen Doves ohnehin schon "polyphoner" Gedichte, sondern auch weil man beim Lesen zugleich die "Zunge des Übersetzers" vernehme.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 16.02.2004

Der demnächst fünfzigjährige Brite Richard Dove lebt seit 1987 in München und veröffentlicht seither vornehmlich in deutscher Sprache, erfahren wir von Harald Hartung. Was er in seinen Dreißigern auf englisch geschrieben hat, lässt er nun, berichtet der Rezensent weiter, von zwei Dutzend deutschen Kollegen und ihm selbst übersetzt, als die Summe "abgelebter Zeiten" publizieren. In dem vorliegenden Band finden sich nicht bloß ironische, sondern auch "morose, ja bittere Töne" Großbritannien betreffend, die "mit enttäuschter Heimatliebe zusammenhängen" dürften, wie Hartung vermutet. Diese Töne werden jedoch, lobt Hartung, durch die "durchgehende Munterkeit, ja Unterhaltsamkeit der Texte kompensiert". Dove dichte nicht im "prosahaften Parlando" seiner deutschen Generationsgenossen, wie Hartung weiter schreibt, sondern benutze "eine Fülle tradierter Formen" und beziehe sich so etwa auf Sappho, Trakl oder Celan, nicht aber um mit ihnen "zu prunken". Dove erweise sich vielmehr als ein Liebhaber des Spiels und der Vernetzungen, lobt Hartung, und in diesem Buch präsentiere er sein englisches Erbe nun "als Kompliment an die deutsche Poesie".
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