Mit einer farbigen Karte. Von der großen Reise über Land nach Marrakesch träumt Helge Timmerberg, seit sein Vater ihm vor zehn Jahren seinen Wagen vermacht hat, zusammen mit den letzten Worten "Bon Voyage". Was macht spontaner und unabhängiger als der eigene fahrbare Untersatz? Was ist robuster und stilvoller als eine Mercedes-Limousine? Womit rollt man entspannter dahin? Doch was als lässige Genusstour gedacht war, wird zum Roadtrip mit Hindernissen, auf dem der Autor sich neu kennenlernt. Er wird ausgebremst und ausgeraubt, sein alter Benz wird zum Rückzugsort und die Reise mit sich allein zur Isolationshaft auf vier Rädern ...
Rezensent Henning Kober begibt sich mit Helge Timmerbergs auf eine "grandiose" Gonzo-Reise voller interessanter Begegnungen - mit Fremden, Freunden und Feinden - den inneren, wie den äußeren, mit Gestalten aus der Vergangenheit und vor allem mit sich selbst. Das Reisemittel ist ein silberner Mercedes, den Timmerberg von seinem verstorbenen Vater geerbt hat. Das Ziel heißt Marrakesch. Aber als alter "Pionier des New Journalism" weiß Timmerbergs natürlich, so gut wie Kober: Der Weg ist die Geschichte ist das Ziel! Denn auf dem Weg warten die Überraschungen, die Gedanken, die Gefühle und Erinnerungen, denen man, so ganz auf die Straße, ans Steuer, auf sich selbst zurück geworfen, plötzlich ausgeliefert ist, beschreibt Kober. Eloquent und humorvoll erzählt Timmerberg von allem, was ihm da so begegnet, den Sorgen und den Zweifeln, aus denen er immer wieder herrlich "schillernde Sätze formt". Ein mitreißender Bericht, der Lust macht aufs Reisen, so der inspirierte Rezensent.
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