Helen Humphreys

Der vergessene Garten

Roman
Cover: Der vergessene Garten
Residenz Verlag, Salzburg 2002
ISBN 9783701712960
Gebunden, 189 Seiten, 22,90 EUR

Klappentext

Aus dem Englischen von Brigitte Heinrich. England 1941: Gwen Davis von der Royal Horticultural Society wird auf ein Anwesen mit einem alten, verwilderten Garten geschickt, um dort mit einer Gruppe junger Mädchen Nutzpflanzen anzubauen. Nahrung ist knapp, und wenn die Erde bearbeitet wird, soll es dem Sieg dienen, nicht der Zier. Selbst die Namen gehören den Blumen nicht mehr: Campanula, Hyazinthe, Akelei und Convolvulus bezeichnen nun Flugkörper und Kriegsschiffe. Gwen hat wenig Erfahrung im Umgang mit Menschen, die störrischen Helferinnen gehen ihr auf die Nerven. Doch nach und nach gelingt es ihr, in einer Situation, in der alles Streben nur dem Gemeinwohl zu dienen hat, Nischen des persönlichen Glücks zu schaffen. Ein verborgener Rosengarten und eine zum Engel gestutzte Eibe lassen das Diktat des Nützlichen in den Hintergrund treten.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 12.09.2002

Der neue Roman von Helen Humphreys entlockt Kritikerin Alexandra Lavizzari wahre Begeisterungsstürme. "Melancholie" sei das Schlüsselwort für den Roman über die menschenscheue Ich-Erzählerin Gwen Davies, die sich mitten im Zweiten Weltkrieg als Gärtnerin bei der Women's Land Army Englands bewirbt und die Verantwortung über eine Mädchengruppe - und über Gärten voller Geheimnisse übernimmt. Verpasste Liebes- und Lebenschancen, Tod, aber auch wohltuende Hoffnung enthalte das Werk. Sogar eine Art "poetischer Pflanzenkunde" lässt sich dem Buch entnehmen, goutiert die Rezensentin. Ihr Lob richtet sich auch an die Übersetzerin, Brigitte Heinrich, die den "eigenen, lebendig vibrierenden Prosastil" Humphreys' sehr behutsam und sinnig ins Deutsche überführt.
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