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David Peace

1980

Roman
Cover: 1980
Liebeskind Verlagsbuchhandlung, München 2007
ISBN 9783935890434
Gebunden, 464 Seiten, 22,00 EUR

Klappentext

Aus dem Englischen von Peter Torberg. Leeds, 1980. Die Frauen trauen sich nachts nicht mehr allein auf die Straße, denn der Yorkshire Ripper geht um. Dreizehn Morde, und die Polizei tappt immer noch im dunkeln. Es muss etwas geschehen. Auf Anordnung von ganz oben übernimmt Peter Hunter aus Manchester den Fall. Er soll den Ripper finden und gleichzeitig die korrupten Bullen von der Yorkshire Police ans Messer liefern. Das haben die von oben sich so gedacht. Aber Hunter wühlt zu tief im Dreck und setzt damit sein Leben aufs Spiel. Denn die Yorkshire Police lässt sich nicht so einfach ans Messer liefern ... "1980" ist der dritte Teil des preisgekrönten Red Riding Quartetts, einer Chronik Englands in den siebziger und frühen achtziger Jahren.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 21.03.2007

Wenn so die Zukunft des Krimis aussieht, wie einige glauben, möchte Hannes Hintermeier sich gerne als Leser verabschieden. Den dritten Teil von David Peaces Ripper-Tetralogie, der jetzt auf Deutsch vorliegt, findet er so trostlos und ermüdend wie die nordenglische Provinz, die der Story als Kulisse dient. Dem hohen Erzähltempo und den einsilbigen Dialogen will Hintermeier sich nicht ausliefern, weil er zugleich den Ansatz zu einer Sozialgeschichte Yorkshires vermutet, dafür aber wiederum zu wenig analytischen Willen beim Autor und zu viele Klischees im Text feststellt. Nicht Fisch noch Fleisch also. Dass Hintermeier keine Minute mit den Figuren leidet, noch auf eine Moral der Geschichte stößt, versteht sich da fast von selbst.