Sprecher: Stephan Benson, Peter Franke und Christian Liedtke. Texteinrichtung und Regie: Wolfgang Stockmann. Als der junge Verleger Julius Campe 1826 dem damals noch recht unbekannten Dichter Heine die Veröffentlichung der "Harzreise" anbietet, ist das der Beginn einer lebenslangen "Literarischen Ehe", die von inniger Zuneigung, aber ebenso von heftigen Kämpfen um Honorare, Manuskriptlieferungszeiten und die Zensurfrage geprägt war.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 27.10.2006
Der Rezensent Christoph Schmaus entdeckt überraschend viel Unterhaltungswert in diesem als Hörspiel aufbereiteten Briefwechsel zwischen Heinrich Heine und seinem Verleger. Das liegt laut Schmaus? Ohren an Heines Wortwitz und auch daran, dass man als Zuhörer teilhaben kann an der fragilen Balance zwischen persönlicher Freundschaft und geschäftlichen Reibereien. Zudem liefere der Austausch zwischen den beiden interessante Einblicke in das Aufkommen eines "literarischen Marktes" in Deutschland. Heine werde ja als "erster Berufsschriftsteller überhaupt" betrachtet. Auch die Vortragenden: Stephan Benson, Peter Franke und Christian Liedtke machen ihre Sache nach Meinung des Rezensenten gut. Als störend empfindet er nur, dass so ein Briefwechsel - als Hörbuch aufbereitet - naturgemäß ein bisschen so wirkt "als hätten sich Heine und Campe gegenseitig auf die Mailbox gesprochen".
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