Hassouna Mosbahi

Adieu Rosalie

Roman
Cover: Adieu Rosalie
A1 Verlag, München 2004
ISBN 9783927743694
Gebunden, 205 Seiten, 18,80 EUR

Klappentext

Aus dem Französischen und Arabischen von Erdmute Heller. "Adieu Rosalie" ist ein Roman über das Exil. Er berichtet vom Schicksal eines arabischen Intellektuellen, der - zerrissen zwischen zwei einander zurückweisenden Welten - am Ende sein Gleichgewicht, seine Identiät und selbst seine "raison d'etre"verliert. Doch die Geschichte dieser Tragödie wird mit hintergründigem Humor erzählt und fasziniert durch ihre Sprache, ihren Stil und die arabesk miteinander verwobenen Ereignisse.

Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 06.10.2004

Die Rezensentin Edith Kresta ist beeindruckt von diesem Buch, das auf sie offensichtlich eine starke Sogwirkung ausgeübt hat. Nach eigenem Bekunden ist ihr erst zum Ende ihrer Lektüre klar geworden, "wie man selbst dem Wahn und den existenziellen Ängsten eines modernen Heimatlosen aufsitzt". Die Paranoia, die sich durch das Buch zieht, findet die Rezensentin jedenfalls sehr eindrucksvoll vermittelt, erzählerisch ist das Buch ihrer Meinung nach "sehr dicht". Die Geschichte dreht sich um einen Protagonisten, der sich "zum Literaten geboren fühlt, aber nie Ruhe für sein Werk findet" und statt dessen seinen eigenen Projektionen, Erinnerungen und Träumen nachjagt.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 19.06.2004

Der Rezensent mit dem Kürzel "as" ist wenig begeistert von diesem Roman über einen jungen Tunesier, der zunächst in Tunis, dann im Münchner Exil seinem Bohemien-Leben nachgeht, das auf den Rezensenten allerdings seltsam blutleer wirkt. Er wird mit dem Roman einfach nicht warm, und das liegt seiner Meinung nach vor allem daran, dass der "allzu oft von Gehässigkeit und Überheblichkeit" geleitete Protagonist kein Sympathieträger ist. Außerdem bemängelt er die fehlende Dramaturgie des Buches: "Trotz der zwischen die wechselnden Figurenporträts und Schauplätze geschobenen Rekapitulation von Milouds Lebensgeschichte bleibt das Buch insgesamt seltsam monoton". Einzig die Rückblenden auf die Kindheit des Protagonisten schaffen es, das Interesse des Rezensenten zu wecken.

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