Hartmut von Hentig

Warum muss ich zur Schule gehen?

Eine Antwort an Tobias in Briefen. (Ab 8 Jahre)
Carl Hanser Verlag, München 2001
ISBN 9783446200401
Gebunden, 112 Seiten, 10,23 EUR

Klappentext

Diese Frage stellt auch Tobias seinem Onkel, dem berühmten Pädagogen Hartmut von Hentig. Er bekommt die Antwort in Briefen und erfährt neben vielen Geschichten über Schulen in anderen Ländern und Zeiten, warum Menschen gemeinsam lernen müssen, was eine Gemeinschaft ausmacht und wie man die Schule verbessern kann. Ein Buch für Kinder, Eltern und Pädagogen.

Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 14.11.2002

Angesichts des Pisa-Schocks und der daran anknüpfenden Forderung, den Schülern noch mehr Stoff einzutrichtern, wirkt Hartmut von Hentigs Definition von Bildung auf Rezensentin Sabine Sütterlin "beinahe anachronistisch". Für Hentig ist Bildung nämlich primär "Aufmerksamkeit für das, was gut ist", zum Beispiel "einander zu helfen, einander zuzuhören", wie die Rezensentin den bekannten Pädagogen zitiert. Die Schule ist für Hentig ein guter Ort, das zu lernen. In 26 Briefen gibt er als "Onkel Hartmut" seinem Neffen Tobias in seinem neuen Buch eine Antwort auf die Frage "Warum muss ich zur Schule gehen?", berichtet Sütterlin. Kindgerecht geradlinig erzähle Hentig von eigenen Schulerlebnissen und von den Chancen, die das Recht auf Bildung so manchem eröffnen. Hentig Buch richtet sich vor allem an Kinder. Darüber hinaus empfiehlt es Sütterlin auch deren Eltern. Vor allem aber gehöre es Pädagogen auf den Nachttisch gelegt, schließt die Rezensenten, "Damit aus dem Ideal Realität wird."

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 17.12.2001

Roswitha Budeus-Budde bezeichnet dieses Buch als "Lichtblick in der aktuellen Schuldiskussion". Der Autor, Reformpädagoge und Begründer der Laborschule an der Uni Bielefeld, erklärt seinem Neffen in 26 Briefen, die als Buch zusammengefasst sind, warum "Schule wichtig" ist, fasst die Rezensentin zusammen. Darin engagiere sich der Autor für eine "kindgerechte Schule" und spreche Kindern das Recht zu, "manches nicht lernen zu wollen". Wichtiger als bestehende schulische Ordnungen ist dem Autor laut Rezensentin, Schulkindern demokratisches Handeln beizubringen und Leben und Lernen zu vereinen. Kinder sollten in der Schule lernen, wie man "gemeinsame Angelegenheiten" mit anderen vernünftig regelt, übermittelt die Rezensentin. Sie warnt zwar, dass sich dieses Buch nur teilweise an Kinder richte - ansonsten findet sie es "sehr nützlich".
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