Harry Martinson

Reisen ohne Ziel

Cover: Reisen ohne Ziel
Guggolz Verlag, Berlin 2017
ISBN 9783945370117
Gebunden, 411 Seiten, 23,00 EUR

Klappentext

Aus dem Schwedischen von Verner Arpe und Klaus-Jürgen Liedtke. Harry Martinson machte sich im Alter von 16 Jahren als Matrose auf die Reise und fuhr für sieben Jahre zur See. Nach Schweden zurückgekehrt, veröffentlichte er zwei Gedichtbände und schließlich, literarisch verarbeitet, seine Erlebnisse auf dem Meer: "Reisen ohne Ziel" und "Cape Farewell!" Beide Bände sind in diesem Buch zusammengefasst. Es sind scheinbar flüchtig hingeworfene Skizzen, Reisefeuilletons, kurze Erzählungen, die spielerisch die Grenze zwischen Biografie und Fiktion auflösen. Begeisterung und Entdeckerlust prägen die Texte, in denen die Reise gefeiert wird, die zu entdeckende Fremde, das Unterwegssein, ohne Standesgrenzen und ohne Rücksicht auf gesellschaftliche Konventionen. Ob Trondheim, Rio de Janeiro, Gent, Reykjavík, Montevideo, Santa Fé, der Ärmel- oder der Panamakanal - ob eingeflochtene Gedichte, ethnografische, szenische, dialogische oder klassische Erzählungen und kleine Prosastücke.

Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 25.07.2017

Mit den Reisefeuilletons des schwedischen Arbeiterschriftstellers Harry Martinson hebt Julian Weber einen vergessenen Schatz. In aktualisierter Übertragung und mit einem Glossar und einem informativen Nachwort versehen, führen ihn die Texte in die Häfen der Welt und auf See, zeigen Arbeitsbedingungen, Machtstrukturen und Kommunikationsprobleme, das Fremde und die Lage der Frauen. Statt Exotismus bietet der Autor laut Weber eine ethnografische, szenische, progressive und packende Darstellung des Alltags auf See.