Mit 21 schwarz-weiss Fotos und einer Karte. In der endlosen Wüste im Norden Chiles, einer Landschaft, "die sich an alles zu erinnern scheint, was ihr je passiert ist", findet man, so argumentiert der Schriftsteller Ariel Dorfman, alle Ursachen für das Werden der chilenischen Nation. Sie birgt das Erbe früherer Kulturen, die Bodenschätze, die plötzlichen Reichtum lieferten, zugleich aber auch die soziale Ungleichheit der Nation zementierten und ergreifende Zeugnisse der jüngeren politischen Vergangenheit unter General Pinochet. Dorfman will die im Norden verborgenen Geschichten und die dort lebenden Menschen entdecken, er sucht jedoch auch nach einem persönlichen Zugang zu diesem, ihm fremden Teil seines Landes. So macht er sich auf die Spur eines während der Diktatur ermordeten Freundes und forscht nach eigenen familiären Wurzeln.
Heike Geißler: Michaela Kohlhaas "Das Rechtgefühl machte ihn zum Räuber und Mörder." So erzählt es Heinrich von Kleist in seiner gleichnamigen Novelle über den Pferdehändler Michael Kohlhaas, der nach erlittenem… Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Petra Morsbach: Orion Nora lernt bei einem Studentenjob ihren späteren Mann kennen, einen Archivar. Sie wird Lehrerin für Deutsch und Geschichte in einem oberbayerischen Gymnasium, zieht einen… Karl Ove Knausgard: Arendal Aus dem Norwegischen von Paul Berf. Wo ist dein Platz im Leben? Wohin gehörst du? Wo liegen deine wahren Gefühle?Wir schreiben das Jahr 1976. Syvert Løyning ist nach einer…