Eliot Weinberger

Vogelgeister

Cover: Vogelgeister
Berenberg Verlag, Berlin 2017
ISBN 9783946334224
Gebunden, 160 Seiten, 22,00 EUR

Klappentext

Aus dem Amerikanischen von Beatrice Faßbender. In dieser Fortsetzung seiner Sammlung "Das Wesentliche" erzählt Weinberger unter anderem von ausgestorbenen Vögeln Neuseelands, von Reisen auf den Flüssen der Welt, der Mythologie ganz gewöhnlicher Steine, von Träumen von Menschen namens Chang und, ja, von verheirateten Fröschen - wahre Geschichten, so fabelhaft sie auch scheinen. Die Welt wird größer, wenn man sie mit den Augen Eliot Weinbergers sieht.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 25.10.2017

Mit Absicht lässt Eliot Weinberger die arrangierten Zitat-Schnipsel in seinem neuen Essayband "Vogelgeister" gänzlich unkommentiert, weiß Rezensent Michael Schmitt. Man sollte diese Collagen auf sich wirken lassen und, wenigstens zunächst, keinen allzu offensichtlichen oder kohärenten Sinn erwarten, rät der Rezensent - dann erschließen sich nach und nach Parallelen zwischen Themen und Stimmungen Jahrhunderte auseinander liegender Textpassagen, seien es albanische Gesetzestexte, chinesische Reiseberichte oder christliche Kirchenlieder, verspricht Schmitt.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 07.10.2017

Gegen Nationalismus und "tumbe" Gegenwartsfixierung empfiehlt Rezensent Kai Sina Eliot Weinbergers Pathos der kulturellen, ethischen und literarischen Polyphonie. Weinberger, für Sina ein Goethe der Gegenwart durch die Fähigkeit, sich den gefundenen Texten über Bräuche, den Zoroastrismus oder Träume aus dem alten China nacherzählend poetisch anzuverwandeln, erschafft laut Rezensent ein weltliterarisches Kompendium, das den Leser in uralte Zeiten mitnimmt und den kulturellen Horizont des Westens entschieden überschreitet. Die Frage, ob er es mit Fakten oder Fiktion zu tun hat, stellt sich für Sina nicht, wo Überlieferung doch Variation und Umdeutung bedeutet.
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