Aus dem Englischen von Sofia Blind. Inseln üben seit jeher eine besondere Faszination und Anziehung auf uns aus. Sie können Orte der Ruhe und Entspannung sein. Heilige oder heilende Orte. Isolation im besten oder schlechtesten Sinne. Wir verbinden sie mit berühmten Entdeckern wie Charles Darwin oder Christoph Kolumbus und durch Romane wie 'Robinson Crusoe' oder 'Die Schatzinsel' mit Abenteuern und Gefahren, Sehnsucht und Einsamkeit.All diesen und weiteren Facetten des Insellebens geht Gavin Francis nach. Dabei wirft er philosophische und psychologische Fragen auf und greift sowohl auf die großen Reiseerzählungen der Literatur als auch auf seine eigenen Erfahrungen als Inselbewohner und -reisender zurück. Er führt uns nach Treasure Island und zu den fernen Galapagosinseln, erzählt von seiner Zeit als Leuchtturmwärter auf der kleinen schottischen Isle of May - und von dem Spagat, sein Verlangen nach Selbstbestimmtheit mit dem Leben als Arzt und Familienvater zu vereinen.'Inseln. Die Kartierung einer Sehnsucht' spielt mit den Gegenpolen von Ruhe und Bewegung, Unabhängigkeit und Verbundenheit, die nie relevanter waren als in unserer heutigen, permanent vernetzten Welt.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 19.05.2021
Rezensentin Alexandra Wach versinkt in der Meditation von Gavin Francis über das Selbstgenügsame an Inseln. Mit Bezug zu D. H. Lawrence und seiner Erzählung "Der Mann, der Inseln liebte", unter Zuhilfenahme von Karten und Texten von Autoren wie Montaigne oder Marc Aurel, schließlich mittels eigener Erfahrungen auf Athos oder den Andamanen erschließt der Autor der Rezensentin den Zauber des Inseldaseins.
Rezensionsnotiz zu
Deutschlandfunk Kultur, 19.03.2021
Rezensentin Anne Kohlick begleitet Gavin Francis gerne auf seinem gedanklichen Insel-Hopping. In einer klugen Mischung, so Kohlick, verbinde der schottische Arzt und Sachbuchautor in seinem Buch Reiseberichte, literarische Zitate und essayistische Überlegungen, beispielsweise zum richtigen Verhältnis von Geselligkeit und Abgeschiedenheit, oder, im Kontext des Insel-Bewohners und Robinson-Crusoe-Vorbilds Alexander Selkirk, zur Frage danach, was es zum Leben wirklich brauche. Kohlick genießt diese Gedankenströme wie auch die sehr "atmosphärischen" Naturbeschreibungen, die sie die schäumende Meeresgischt fast am eigenen Leib spüren lassen. Für die Rezensentin eine geradezu "meditative" Lektüre, schließt sie.
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