Hans Pleschinski (Hg.)

E.T.A. Hoffmanns Erzählungen

Cover: E.T.A. Hoffmanns Erzählungen
Carl Hanser Verlag, München 2000
ISBN 9783446199453
Gebunden, 344 Seiten, 20,35 EUR

Klappentext

E.T.A. Hoffmanns schönste Erzählungen, vorgestellt und begleitet von Hans Pleschinski: seine Meisterwerke Der goldne Topf und Der Sandmann, die Geschichten vom Rat Krespel und Vom verlorenen Spiegelbilde, das reißerische Stück Vampirismus und schließlich einige weniger bekannte Fundstücke aus dem Werk und den Briefen. Eine Einladung zur Wiederbegegnung und zur Entdeckung des legendären Dichters.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 02.12.2000

Noch eine E.T.A.-Hoffmann-Ausgabe! Und dann hat sich der Herausgeber die Sache auch noch derart leicht gemacht, dass das vernichtende Wort "überflüssig" am Platze scheint. So befindet jedenfalls der Rezensent mit dem Kürzel "pap" über dieses Buch. Dass er es Hans Pleschinski ausgerechnet zugute halten möchte, einen "weniger populären Text wie `Des Vetters Eckfenster`" in den Band aufgenommen zu haben, will nicht so recht einleuchten. Schließlich liegt Hoffmanns späte Erzählung seit langem in Reclams Universal-Bibliothek vor. Das einzige Plus des Buches also, das "pap" neben lauter Abzügen für "knappe und flapsige Vor-, Zwischen- und Nachworte" etwa und eine "überflüssige Textvariante mehr" verzeichnet, scheint sich in Luft aufzulösen.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 28.10.2000

Was der Klappentext des Buches verspricht, dem hält der Inhalt nicht stand, schimpft Peter Braun und meint damit nicht den Erzähler Hoffmann, dessen Geschichten sich "wie eh und je" zu lesen lohnen, sondern Herausgeber Pleschinski, dessen Begleittexte unser Rezensent für voreingenommen und somit für überflüssig erklärt. Die angekündigten "überraschenden Funde" in Briefen von Hoffmann seien weder überraschend noch neu, sondern: "altbacken". Der Rückgriff auf die Erstdrucke bei den Erzählungen entpuppt sich bei näherer Betrachtung gleich bei der ersten als fehlerhaft; es fehle ein Wort in der Überschrift, kritisiert Braun. "Mehr Sorgfalt, weniger Schmalz", seufzt der enttäuschte Rezensent, "mehr Hoffmann, weniger Pleschinski".
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