Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 03.11.2001
Thomas Meyer zeigt sich durchaus gespalten in seiner Ansicht zu diesem Buch. Was den Text angeht, bemerkt er lobend, dass die Studie "materialreich und sachkundig" sei. Die Lebensgeschichte der Ärztin Karin Magnussen, die sich zusammen mit Josef Mengele durch Menschenversuche profiliert hatte und der auch nach dem Krieg keinerlei Konsequenzen aus ihrem menschenverachtenden Tun entstanden waren, sei überzeugend dargestellt. Die Bildgestaltung bezeichnet der Rezensent allerdings als "sehr ärgerlich", da einige der grauenhaften Details mit Bildern versehen seien, die zudem noch aus einem anderen Zusammenhang stammen. Das vernichtende Fazit zu diesem Aspekt des Buches: "Die Menschen, die Magnussen auf dem Gewissen hat, haben diesen plakativen Unsinn nicht verdient."
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