Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 24.10.2006
Eine brillant geschriebene und "luzide" argumentierende Auseinandersetzung mit dem "orthodoxen" Individualismus sei Hans Bernhard Schmid gelungen, konstatiert der Rezensent. Nicht die Zugehörigkeit zu einem Kollektiv, referiert Ludger Heidbrink die Kernthese, mache das Kollektivsubjekt aus, vielmehr ein durch Handeln und Fühlen generiertes Gemeinschaftsbewusstsein. Mit einem solchen vorreflexiven Konzept "umschiffe" der Autor nicht nur völkisches Gedankengut, er weise auch einen ökonomisch argumentierenden Ansatz zurück. Hans Bernhard Schmids Studie, so der Rezensent, sei soziologischen Fragestellungen zwar "vorgängig", gleichwohl würde man sich doch einige Antworten wünschen, welche normativen Konsequenzen man aus einem solcherart neu gedachten Gemeinschaftsbewusstsein folgern könnte. Zudem bleibe auch die Kernthese insgesamt "recht unbestimmt".
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