"Durch Unterscheidung zur Erkenntnis." Dieses Prinzip macht sich das vorliegende Buch zunutze, indem es Deutschland und Frankreich gegenüberstellt. Am Leitfaden des Lebens Abbé Franz Stocks, des Pioniers der deutsch-französischen Versöhnung, beantwortet Cornelissen u.a. die Fragen: Was bedeutet es, Deutscher zu sein? Was bedeutet es, Franzose zu sein? Gibt es eine europäische Rahmenkultur? Gibt es eine europäische Geisteshaltung? Ist die Vision eines "christlichen Abendlandes" noch zeitgemäß? Unter welchen Voraussetzungen ist die Einwanderung nicht-europäischer Kulturen tolerierbar?
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 10.08.2001
Großen Verdruss hat dem Rezensenten Hanns Cornelissens Buch über Leben und Wirken des Abbé Franz Stock bereitet. Er bette die Biographie des Abbé "in einen fiktiven Dialog über das deutsch-französische Verhältnis" und lade, so zitiert er den Autor, zu einem 'Spaziergang durch die europäische Geistesgeschichte' ein. Ulrich Lappenküper stört sich dabei an den zahlreichen Fehlern und besonders am "moralisierend pädagogischen Grundton". Die Botschaft, die der Autor aus dem Programm des Abbé herleite, hätte mit ihm nichts zu tun, aber sehr viel mehr mit aktuellen politischen Debatten.
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