Hanif Kureishi

Das letzte Wort

Roman
Cover: Das letzte Wort
S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 2015
ISBN 9783100022400
Gebunden, 336 Seiten, 19,99 EUR

Klappentext

Aus dem Englischen von Henning Ahrens. Was tun, wenn man als Schriftsteller in Vergessenheit gerät und die Ehefrau ein ernstzunehmendes Konsumproblem hat? Man schreibt seine Biografie oder lässt sie schreiben. Mamoon ist siebzig und schaut wehmütig zurück. Er wünscht sich nichts mehr, als wieder bei Null anzufangen: als ihm die Frauen in Scharen zu Füßen lagen, jede Droge noch leicht bekömmlich und das Schreiben ein Akt der Selbsterfindung war. Also nistet sich der 30-jährige Journalist Harry in Mamoons Landhaus ein, um dort das sagenumwobene Leben des berühmten Schriftstellers aufzuschreiben. Die Wahrheit aber ist nackt: Leidenschaft, Verzweiflung, Skandale und der ewige Kampf um das richtige Wort.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 06.06.2015

Gelegentlich gerät Hanif Kureishis neuer Roman "Das letzte Wort" zum einem "zierlichen Menuett", lobt Rezensentin Irene Binal, muss aber zugleich gestehen, dass sie nach der Lektüre insbesondere ermüdet zurückbleibt. Denn dieses Buch, das verspricht einen scharfen und enthüllenden Blick auf die Literaturszene, insbesondere den Boom der Biografien zu werfen, bleibt trotz durchaus amüsanter Passagen ein wenig zu "blutleer", klagt die Kritikerin. Vor allem erscheint ihr der Autor zu überambitioniert, wenn er hier einen Schriftsteller und einen Journalisten nicht nur bei der gegenseitigen Jagd verfolgt, sondern die ganze Geschichte noch mit Einwanderungsproblematik, Identitätssuche, Klassenunterschieden und nicht zuletzt sehr viel Sex überlädt.
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