Catherine Ryan Howard
The Trap. Wie weit würdest du gehen, um deine Schwester zu retten?
Thriller

Lübbe Verlagsgruppe, Köln 2025
ISBN 9783757700737
Paperback, 352 Seiten, 18,00 EUR
ISBN 9783757700737
Paperback, 352 Seiten, 18,00 EUR
Klappentext
Aus dem Englischen von Dietmar Schmidt. Mitten in der Nacht steigt eine junge Frau zu einem Mann ins Auto. Es ist genau das Horrorszenario, vor dem jede Frau gewarnt wird, und sie kennt die Gefahren nur zu gut. Aber sie hat keine andere Wahl.Während der Fahrt schwankt sie zwischen Angst und Erleichterung: Ist ihr Fahrer wirklich nur ein normaler, hilfsbereiter Mann - oder vielleicht doch ein Monster? Als er sie sicher zu Hause abliefert, ist klar, dass ihre Ängste unbegründet waren. Dafür schlägt die Enttäuschung zu. Denn sie ist auf der Suche nach einem Monster. In der nächsten Nacht wird sie es wieder versuchen. Doch kann sie den Mann, der ihre Schwester entführt hat, in eine Falle locken?
Rezensionsnotiz zu Deutschlandfunk Kultur, 21.02.2025
Rezensent Kolja Mensing liest mit Catherine Ryan Howards neuem Roman nicht nur einen auf realen Begebenheiten basierenden, raffiniert konstruierten, packenden Psychothriller über eine junge Frau, die auf eigene Faust einen Serienkiller fassen will, indem sie ihm eine Falle stellt. "The Trap" ist auch ein geniales Spiel mit Stereotypen und Genrekonventionen, lobt Mensing, und weist damit weit über sich selbst als Serienkiller-Roman hinaus. Während man also als Leser oder Leserin wie gewohnt den klug drapierten Clues folgt, begreift man nach und nach, dass man alles, was man bisher gelesen hat, auch anders hätte verstehen können, erklärt der Rezensent. So fühlt sich Mensing zunehmend mit Fragen konfrontiert, wie: Warum lesen wir solche Geschichten überhaupt? Woher kommt die Faszination für True Crime Formate? Was ist so "verstörend beruhigend" an der medialen Figur des Serienmörders?
Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 03.02.2025
Dass viele Vermisstenfälle unaufgeklärt bleiben, ist der Motor von Catherine Ryan Howards atemlosem Thriller, erklärt Kritikerin Katrin Doerksen: Die Schwester der Protagonistin Lucy ist seit einem Jahr verschollen, sie macht sich verzweifelt daran, die untätige Polizei und die Medien zum Handeln zu bewegen. Auch wenn der Fokus auf den Ermittlungen liegen soll, kommt die Autorin nicht drumherum, die Motive und Gründe für die Taten von Serienmördern zu thematisieren. Dafür erfindet sie hier die durchaus faszinierende Figur eines vorerst anonymen Killers mit einer "auf ganz eigene Weise versehrten Psyche", staunt Doerksen. Der Schwerpunkt liegt aber auf der Darstellung der Polizeiarbeit: die Autorin will zeigen, wie schwer es ist, aus "spärlichsten Hinweisen" Täter und Vermisste zu finden und sich damit abzufinden, dass es Antworten möglicherweise nur in der Fiktion gibt. Doerksen lobt die realistisch gestaltete, traumatisierte Hauptfigur, die filmische Rasanz und die Sorgfältigkeit, mit der Howard erzählt.
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