Kommissar Van Veeteren - mittlerweile im Ruhestand, aber so legendär wie eh und je - bereitet sich innerlich darauf vor, seinen 75. Geburtstag zu feiern, als ein früherer Kollege auftaucht, um ihn von einem alten Fall zu berichten. Damals waren in einer Pension in Oosterby vier Menschen ums Leben gekommen, die nur eines gemeinsam hatten: die Mitgliedschaft in einem "Verein der Linkshänder". Da das fünfte am Treffen teilnehmende Mitglied verschwunden war, wurde der Mann schnell als Täter identifiziert, aber niemals gefunden. Nun ist überaschend nach Jahren seine Leiche aufgetaucht, offensichtlich wurde er zur selben Zeit ermordet wie die anderen. Mit anderen Worten: Van Veeteren und seine Kollegen haben damals versagt, der Mörder ist weiter auf freiem Fuß. Bald danach wird eine weitere Männerleiche gefunden - mit den Ermittlungen hier betraut: ein gewisser Inspektor Barbarotti...
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 07.10.2019
Peter Körte befallen "romaninterne Zweifel" an Hakan Nessers Versuch einer Zusammenführung seiner besten Ermittler. Wenn Kommissar van Veeteren und Gunnar Barbarotti ihre Fälle zu einem großen Fall zusammenrühren, bedeutet das laut Körte zwar nicht, dass der Leser auf "makellose Prosa" verzichten muss, doch der Unterhaltungswert leidet, warnt er. Das mit Zeitsprüngen inszenierte "Veteranen-Treffen" erscheint ihm bisweilen behäbig im Tempo und durch die nunmehr zwiefache Reflexionsseligkeit der Kommissare anstrengend. Früher war mehr Spannung, meint Körte.
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