Aus dem Schwedischen von Susanne Dahmann. Ein Obdachloser wird tot auf dem Stockholmer Mariatorget gefunden. In seiner Jackentasche findet sich die Telefonnummer von Mikael Blomkvist. Als eine DNA-Analyse ergibt, dass der Obdachlose ein sogenanntes Super-Gen besaß, das nur in einer bestimmten Ethnie in Nepal vorkommt, wird Blomkvist hellhörig und nimmt die Recherche auf. Lisbeth Salander hält sich unterdessen in Moskau auf, wo sie einen Anschlag auf ihre verhasste Schwester Camilla plant. Blomkvist bittet Salander um Unterstützung, und sie findet heraus, dass der Obdachlose ein Sherpa war, der an einer dramatischen Mount-Everest-Expedition mit tödlichem Ausgang teilgenommen hatte. Blomkvist kontaktiert einen der Überlebenden der Expedition und verschwindet plötzlich spurlos. Salander macht sich sofort auf die Suche nach ihm. Sie spürt, dass Blomkvist in großer Gefahr schwebt.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 31.08.2019
Rezensent Fritz Göttler will offenbar nicht zu viel verraten über den sechsten Millennium-Roman, der angeblich der letzte sein soll. Aber er wettert wie gewohnt gegen die männlich dominierte Gesellschaft und die bürgerliche Kultur, verspricht der Kritiker. Lisbeth Salander bekämpft jetzt in Moskau "russische Trollfabriken, die überall durch ihre Intrigen politische und gesellschaftliche Entwicklungen manipulieren" und mit denen ihre Schwester Kira sich eingelassen hat. Salanders Genialität entfesselt Lagercrantz laut Göttler aber erst vollkommen, nachdem er auch noch die Parallelgeschichte einer Leiche in Stockholm von Mikael Blomkvist hat aufklären lassen, die in die Einsamkeit des Mount Everest führt. So entsteht dem Rezensenten zufolge ein klassischer Stieg-Larsson-Roman, ergänzt um die schreckliche Verzweiflung, die eine missglückte Bergsteigertour umweht.
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