60 Jahre Parlamentsgeschichte - von Schwarz bis Gelb, von Rot bis Grün - im Spiegel von Witz und Charme, Unsinn und Hintersinn, Schimpf und Schelte. Günter Pursch versammelt in dieser Ausgabe die besten Aussprüche unserer Volksvertreter im Deutschen Bundestages seit seiner Gründung 1949 bis heute.
"Geht es heute wirklich noch um etwas? Nimmt man die Schlagfertigkeit im Bundestag als Indiz, wohl nicht." Zu diesem Schluss kommt Rezensent Thomas E. Schmidt, nachdem er das "Parlamentarische Schimpfbuch" von Günther Pursch gelesen hat. Das "Schimpfbuch" dokumentiert Ausbrüche, Beschimpfungen und Flegeleien die im Bundestag in den letzten Jahrzehnten ausgetauscht wurden. Grundsätzlich hat Schmidt nichts gegen Beleidigungen, bezeugen sie doch eine gewisse Leidenschaft fürs Thema. Allerdings fällt ihm bei der Lektüre auf, dass die Generation von Wehner, Strauß, Lambsdorff oder Schmidt noch deutlich aggressiver war als heutige Politiker: Die Wortwechsel hatten eine "existenzielle Dramatik". Heute dagegen scheinen sie Schmidt eher für die Kamera inszeniert zu sein: Man greift den Gegner an, will sich aber auch nicht beim Fernsehpublikum unbeliebt machen.
Juli Zeh: Pony Show Eine prominente Verlegerin unter Mordverdacht. Ein spektakulärer Schwurgerichtsprozess. Und die Frage: Wie verhandelbar ist die Wahrheit? Sie ist über fünfzig, verheiratet… Shida Bazyar: Die Lücken Heimesbach im Hunsrück ist ein fiktiver Ort, an dem sich neunzig Jahre deutscher Geschichte in die Mauern und Biografien eingenistet haben. Es ist eine Gemeinde, die ihre… Botho Strauß: Bleiben und Blicken In Botho Strauß' neuem Buch geht es um die Zeit und ihr Vergehen, um den Zauber der Kunst, um das Originale und das Eigentliche. Vor allem sind es Begegnungen und Nichtbegegnungen,… Dana Vowinckel: Anton und Alma Anton und Alma lernen sich bei einem Schüleraustausch in der Bretagne kennen. Jahre später treffen sie sich auf einer Party wieder. Beide kommen aus Berlin und studieren…