Günter Knieps

Netzökonomie

Grundlagen - Strategien - Wettbewerbspolitik
Cover: Netzökonomie
Betriebswirtschaftlicher Verlag Dr. Th. Gabler, Wiesbaden 2007
ISBN 9783834901071
Kartoniert, 210 Seiten, 27,90 EUR

Klappentext

Die Netzökonomie liefert das mikroökonomische Instrumentarium zur Analyse von Wirtschaftssektoren, in denen Größen- und Verbundvorteile eine wichtige Rolle spielen. Typische Netzsektoren sind unter anderem Branchen, deren Produkte auf Grundlage physischer Leitungsinfrastrukturen erstellt werden (Gas, Wasser, Elektrizität, Telekommunikation) oder Verkehrssektoren (Bahnverkehr, Luftverkehr, ÖPNV). Dieses Buch zeigt, dass die Öffnung von Netzsektoren für den Wettbewerb zu gesamtwirtschaftlichen Ergebnisverbesserungen führt. Dazu muss die Marktöffnung allerdings in einen geeigneten wettbewerbspolitischen Rahmen eingebunden sein. Die Netzökonomie hilft in diesem Zusammenhang, eine Vielzahl aktueller Fragen zu beantworten, z. B.: In welchen Teilbereichen eines Netzsektors ist Wettbewerb funktionsfähig und wo ist der Missbrauch von Marktmacht zu erwarten? Unter welchen Bedingungen kann Marktmacht aus den regulierten Bereichen in wettbewerbsfähige Bereiche übertragen werden und damit den Wettbewerb dort verzerren? Wann und zu welchen Bedingungen muss der Eigentümer eines Netzes anderen Marktteilnehmern Zugang zu seinen Einrichtungen gewähren? Zahlreiche aktuelle Praxisbeispiele veranschaulichen die einzelnen Themenfelder. Durch Übungsaufgaben am jeweiligen Kapitelende kann der Leser sein erworbenes Wissen selbstständig überprüfen.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 28.09.2007

Als Einführung in das Thema Netzökonomie kann Rezensent Arndt Christiansen den Band empfehlen. Christiansen gibt einen kurzen Überblick über die Kapitel des "Lehrbuches" von Günter Knieps und beschreibt das zugrundeliegende Konzept als "disaggregierten Ansatz", der Netzsektoren analytisch in verschiedene Ebenen, wie Kostenkalkulation und Preisgestaltung, unterteile. Dass Knieps bei der Behandlung von netzökonomischen Strategien statt Optionenvielfalt "jeweils eine Position" in deren Vorteilhaftigkeit präsentiert, hält Christiansen für charakteristisch für das Buch. Eine Selektivität, findet er, die den propädeutischen Wert aber nicht schmälert.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 17.09.2007

Sehr positiv beurteilt Rezensent Arndt Christiansen das neue Lehrbuch "Netzökonomie", das eine ökonomische Analyse von Netzen wie die Brief- und Paketpost, die Telekommunikation oder den Schienen-, Straßen und Luftverkehr enthält. Er zählt den Autor zu den Vertretern des "disaggregierten Ansatzes", der die Netzsektoren analytisch in verschiedene Ebenen unterteilt, das heißt die eigentlichen Dienstleistungen für den Endverbraucher wie Zugverkehr oder Telefongespräche von der Infrastruktur wie dem Schienen- oder dem Telefonnetz unterscheidet. Neben einer Darstellung dieses Ansatzes, der Diskussion von Problemen bei der Kostenkalkulation und der Besonderheiten der Preisgestaltung werden nach Angaben des Rezensenten auch Fragen wie die Durchsetzung von allgemeinen Standards, die Finanzierung von Universaldienstleistungen und die Notwendigkeit von Preisregulierung behandelt. Er attestiert dem Autor, einen "guten Einblick in die Netzökonomie" zu vermitteln und auch komplizierte Zusammenhänge "kompakt" und "verständlich" darzustellen. Einen Verbesserungsbedarf sieht Christiansen lediglich bei den Übungsaufgaben, zumal das Buch gute Chancen habe, in der Lehre breite Verwendung zu finden.
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