Der Band enthält die Beiträge, die bei der Jahrestagung 2004 der Arbeitsgruppe Wettbewerb im Wirtschaftspolitischen Ausschuß des Vereins für Socialpolitik entstanden sind. Die Autoren aus Wissenschaft und Praxis diskutieren grundsätzlich sowie praktisch-angewandt, welche Rolle Effizienzüberlegungen in der Wettbewerbspolitik spielen sollten. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Berücksichtigung von Effizienzen bei Fusionskontrollverfahren. Den Einstieg in die Thematik bilden drei theoretisch ausgerichtete Beiträge: Die Autoren entwickeln einen "more economic approach" für die Wettbewerbspolitik, analysieren die Marktzutrittsschranken und untersuchen die Entstehung von Effizienzgewinnnen. Sodann wird die Sichtweise der angewandten Wettbewerbspolitik dargestellt. Es folgen Erläuterungen der unternehmerischen Bedeutung von Effizienz. Am Ende erfolgt ein Ausblick auf die "Neue Wettbewerbspolitik".
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 17.07.2006
Einen informativen Querschnitt über aktuelle Überlegungen für mehr Effizienz in der Wettbewerbspolitik der Europäischen Union findet Rezensent Arndt Christiansen in diesem von Peter Oberender herausgegebenen Sammelband. Thematisch sieht er die jüngsten Reformen in der EU-Wettbewerbspolitik im Mittelpunkt. Von einem Paradigmenwechsel dieser Wettbewerbspolitik zugunsten einer stärkeren ökonomischen Ausrichtung zu sprechen, erscheint den meisten Autoren nach Auskunft Christiansens freilich noch zu früh. Der Band zeichnet sich für ihn vor allem durch seine Verknüpfung von theoretischen und praxisbezogenen Beiträgen aus, die einen guten Eindruck der Problematik vermittelt. Zugleich sieht er darin eine gewisse Schwäche des Werks, weil die Beiträge überaus heterogen ausfallen. Kritisch moniert er zudem die teils schwerwiegenden Widersprüche und Abweichungen der einzelnen Beiträge.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 10.07.2006
Klaus Peter Krause kann sich begeistern für den in diesem von Peter Oberender herausgegebenen Sammelband geführten Nachweis, dass sich selbst auf einem so statisch erscheinenden Terrain wie der Wettbewerbspolitik etwas bewegt. Scharfen Blicks präpariert er die wesentlichen Beiträge und deren Forderung nach ökonomischer Effizienz als neuem Leitbild der Wettbewerbspolitik für uns heraus. Doch damit nicht genug. Schon scheint der Rezensent selbst zum Verfechter des neuen Leitbilds geworden, scheinen ihn die angeführten Pro-Argumente und "geschickten" Begründungen überzeugt zu haben. Die im Band enthaltenen Gegenpositionen jedenfalls kommentiert er erst gar nicht, sondern gibt sie bloß wieder.
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