Der Autor nimmt die Kritik von Papst Franziskus an dem Abbau von Arbeitsplätzen in einer italienischen Fabrik zum Ausgangspunkt seiner Überlegungen, Regeln für eine bessere Arbeitsmarktordnung zu formulieren. Mindestlohn, Frauenquoten, Rente mit 63, Vereinbarkeit von Familie und Beruf, die soziale Dimension Europas - die aktuellen Diskussionspunkte werden mit Blick auf ethische wie ökonomische Argumente einer Sichtung unterzogen. Das Buch nimmt Stellung zur Bedeutung der Arbeit in einer freiheitlichen Wirtschaftsordnung. Insbesondere Überlegungen der christlichen Soziallehre werden in aktuelle Diskussion einbezogen. Die gesellschaftliche Verantwortung eines Unternehmens zeigt sich auch im Handeln des Unternehmens gegenüber seinen Mitarbeitern. Eine Rechtsordnung darf diese Verantwortung einfordern. Das Arbeitsrecht ist ein wesentliches Instrument hierzu. Eben darin liegt seine bleibende Berechtigung und Notwendigkeit.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 18.04.2016
Die FAZ hatte die mehr oder weniger gute Idee, das vorliegende Buch über Arbeitsmarkt und Arbeitsethik vom Kardinal Rainer Maria Woelki besprechen zu lassen - das alles wohl, weil der Titel des Buchs auf einen Ausspruch von Papst Franziskus anspielt. Woelkis Kritik liest sich so trocken wie das hier in Rede stehende Fachgebiet und am Ende etwas gutachterhaft. Der Kardinal macht aber glaubhaft, dass hier eine gute Aufschlüsselung aktueller Problematiken des Arbeitsrechts vorliegt. Er lobt den Verfasser, der einen gerechten Ausgleich zwischen Arbeitnehmer- und -geberinteressen suche, und er folgt der Kritik des Verfassers am immer schwächeren Gesetzgeber, der immer mehr konkrete Rechtsfindung den Gerichten überlasse. Insgesamt ein sehr lesenswertes Buch, auch in ethischer Hinsicht, so der Kardinal.
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