Von Klaus Dörre, Karin Scherschel, Melanie Booth und anderen. Die neuere Arbeitsmarktpolitik will Erwerbslose aktivieren, indem sie ihnen Bewährungsproben auferlegt. Die empirische Studie untersucht Erwerbsorientierungen und Handlungsstrategien der Betroffenen in Ost- und Westdeutschland. Dabei zeigt sich, dass von fehlendem Aufstiegswillen und mangelnder Arbeitsmoral keine Rede sein kann. Stattdessen erzeugt Hartz IV ein Wettbewerbssystem, das diszipliniert und zugleich stigmatisiert. Auf Seiten der Leistungsempfänger provoziert das eigenwillige Überlebensstrategien.
Mit allergrößten Interesse hat der Soziologe Wolfgang Engler diese Studie über die Folgen von zehn Jahren Hartz-IV-Politik gelesen, und kann anderen nur empfehlen es ihm gleichzutun. Die Wissenschaftler stellen unter anderem klar, dass die Zahl Erwerbstätigen zwar zugenommen hat, nicht aber das Arbeitsvolumen, was bedeutete, dass sich die Arbeit auf mehr prekäre Jobs verteilt. Außerdem stellen sie fest, dass wenn Arbeitslose einen Job finden, dann eher gegen das System der Arbeitsagenturen als mit ihm. Und schließlich, das betont Engler besonders, fühlen die meisten, die staatliche Leistungen erhalten, eine Verpflichtung gegen über der Gesellschaft und revanchieren sich häufig durch ehrenamtliches Engagement.
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