Aus dem argentinischen Spanisch von Ilse Layer. Schlappohr erzählt mit anrührender Offenheit, wie er sich durch das Leben schlägt, den besten Freund und endlich auch die Liebe fürs Leben findet - und wie er dabei seinem Schicksal ebenso naiv wie gewitzt gegenübersteht. Schlappohr hat es nichtleicht: Er wurde als Schwächster in einen Wurf von stolzen elf Welpen hineingeboren, der Kampf gegen den Hunger beginnt noch am selben Tag. Und wo Muskelkraft fehlt, zählt Einfallsreichtum!
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 06.10.2003
Nicht nur Straßenkinder, auch Straßenköter haben ein hartes Leben, das häufig eher einem Überlebenstraining gleicht, und darum hat so ein Wesen wie "Schlappohr" aus Argentinien eine Menge erlebt und eine Menge zu erzählen. Vor allem verfügt so einer über ein ausgeprägtes Riechorgan. Immer wenn Graciela Montes ihren "Schlappohr" direkt von seinem Leben auf der Straße berichten lässt, meint Nico Bleutge, dann seien ihre Berichte am sympathischsten und überzeugendsten; leider aber sei der Hund von der Autorin mit einem philosophischen Zug ausgestattet worden, der als Hund mal über die Spezie Mensch nachdenke oder sein Hundeleben umgedeutet wissen möchte. Ein tierisches Bildungserlebnis sozusagen. In solchen Momenten verliert die Geschichte jenen Schwung und jene Offenheit, wendet Bleutge ein, die in den Illustrationen von Nina Spranger Gestalt und Farbe gewonnen hätten.
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