Klappentext
Aus dem Hebräischen von Markus Lemke. Der 24-jährige Cedrick Garin, ehemals Schüler von Gish Amit an einer Schule für Kinder von Arbeitsmigranten, stirbt 2024 im Gaza-Krieg - als Soldat und Nationalheld. Dabei lebte er in Israel als Bürger zweiter Klasse. Seine philippinische Mutter arbeitet als Pflegekraft, aber ohne Papiere. Sein Vater wird früh abgeschoben. Der Philosophielehrer und Schriftsteller Gish Amit rekonstruiert das Leben und den Tod von Cedrick, aber erinnert an alle übersehenen und marginalisierten Gemeinschaften in Israel - und anderswo - und deren Wert für die Gesellschaft.
Rezensionsnotiz zu Deutschlandfunk, 14.07.2026
Rezensent Carsten Hueck folgt den Ausführungen von Gish Amit über das Leben und Sterben von Migranten in Israel mit Spannung. Anhand der Geschichte eines ehemaligen Schülers, Sohn philippinischer Eltern, der als Soldat der israelischen Armee im Gazakrieg fiel, erzählt der Autor laut Hueck von persönlichen Schicksalen und gesellschaftlichen Strukturen. Dabei entsteht ein Bild von statuslosen Menschen im israelischen Alltag, das der Autor mit Zahlen untermauert, so Hueck. Dass die Zahlen im Buch ein Gesicht und einen Namen bekommen, erscheint Hueck bedeutsam. Amit schreibt sachlich und zugleich persönlich und empathisch, erklärt der Rezensent.
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