Den menschlichen Körper halten verschiedene Rhythmen am Leben. Oft sind sie chaotisch, aber im intakten Organismus nie beliebig. Sie strukturieren physikalische oder astrologische Zyklen. Dieses Auf und Ab ist das Leben selbst ...
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 13.05.2002
Eine visuell ausgerichtete Wissenschaft bekommt entscheidende Phänomene buchstäblich nicht in den Blick: der Rhythmus, so der Professor für nichtlineare Dynamik Gerold Baier, ist eines davon. Sehr aufregend, meint Manuela Lenzen, scheint sein Buch zum Thema anfangs nicht, die Ausführungen zu Herzrhythmusstörungen findet sie eher "langatmig". Spannender wird es, wenn man erfährt, dass auch Hormonwirkungen von Rhythmen gesteuert werden, dass die weibliche Eizelle per rhythmisch übermittelter Botschaft von der Ankunft des Spermiums erfährt. Das lässt sich, so Baiers These, akustisch besser als visuell vermitteln, drum liegt eine CD mit Körperrhythmen bei. Auch wenn Baiers Frage nach möglicherweise "universellen Rhythmen" unbeantwortet bleibt, ist das Buch nach Meinung der Rezensentin ein "anregendes Konglomerat von Einsichten und Intuitionen".
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