Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 21.06.2000
Sehr viel über Venedig und den Stand der Publikation über diesen "Mythos" weiß Bernd Roeck und schreibt zunächst ein wenig darüber, bevor er sich dem Buch zuwendet. Dann aber gibt es ein großes Lob für den, leider vor Fertigstellung des Manuskripts verstorbenen, Münsteraner Professor. Er hat für die Zeit, die für ihn als Mediavisten sein Spezialgebiet ist, nämlich die "Glanzzeit" Venedigs, knapp und kühl den Grundzug der Macht- und Kulturgeschichte der Stadt dargestellt, wobei ein "fulminantes" Kapitel über die geschichtsmächtigen "Sagen und Mythen Venedigs" den Anfang macht. Hinter der Fassade von Machtausstellung und Zivilisiertheit der Stadt deckt er einen "Alltag voller Spannungen und Gewalttätigkeit" auf und zeichnet "mit kräftigen Strichen, ohne Scheu vor klaren Urteilen" die Entwicklung der Seerepublik nach. Weil die Zeit des Niedergangs - oder gar der Moderne wenig beachtet sind, nennt Roeck dieses Buch einen "Torso". Für das, was in ihm jedoch zu finden ist, zollt er höchstes Lob.
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