Andreas Mehl

Römische Geschichtsschreibung

Grundlagen und Entwicklungen. Eine Einführung
Cover: Römische Geschichtsschreibung
W. Kohlhammer Verlag, Stuttgart 2001
ISBN 9783170152533
Broschiert, 232 Seiten, 22,80 EUR

Klappentext

Stärker als in anderen Bereichen der Geschichte beruht moderne historische Kenntnis von der Antike auf deren literarisch geformter Überlieferung, auf antiker Geschichtsschreibung. Daher ist das Verstehen griechischer und römischer Geschichte größtenteils abhängig vom Wissen um die Eigenheiten und Prinzipien, nach denen historiographische Werke von Griechen und Römern konzipiert und geschrieben worden sind. Bei Autoren der römischen Geschichtsschreibung, letztere verstanden vor allem dem Gegenstand nach, ist das ideelle Verhältnis besonders wichtig, das diese zu Rom als Stadt und als Reich entwickelt haben.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 06.05.2002

Bisher waren Bände, die die römische Geschichtsschreibung als ganze darstellten, dünn gesät, wie Uwe Walter gleich zu Beginn anmerkt. Dem heutigen Historiker fällt es nicht leicht, den antiken Vorgängern gerecht zu werden, zu "großzügig mit den Fakten, parteiisch, moralisierend" können sie einem vorkommen. Andreas Mehl gibt sich Mühe, lobt der Rezensent, das mit dem Verweis auf rhetorische Plausibilitäts-Argumente und den direkten Bezug zur politischen Situation ins rechte Licht zu rücken. Sehr konsequent sei der Autor dabei wiederum nicht vorgegangen, die Vermittlung konventionellen Schulbuchwissens stehe im Vordergrund. Das muss aber für den Lernenden kein Schaden sein, ihm kommen, meint Walter, der "schmucklose Stil" und der "nützliche Anhang" zugute. Alles in allem ist dieser Band, so der Rezensent, nicht mehr als er zu sein vorgibt, aber auch nicht weniger: eine "konzise Einführung".

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 19.01.2002

Wilfried Nippel äußert sich überaus positiv über dieses Buch von Andreas Mehl. Die römische Geschichtsschreibung habe bis zur Spätantike stattgefunden und sei von den verschiedensten Methoden, Absichten und Formen gekennzeichnet. All diese werden in Mehls Buch mit einbezogen, da der Autor der Ansicht sei, dass politische Geschichte nur "auf der Basis der Historiographie" zu rekonstruieren sei. Diesem Ziel werde der Autor mit den Ergebnissen seiner umfangreichen Forschung durchaus gerecht, stellt der Rezensent fest und lobt, dass hiermit ein Buch entstanden sei, das auch den "Nicht-Spezialisten" einen "umfassenden Überblick" biete.
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