Mit 600 meist farbigen Abbildungen. "Das neue Krippenlexikon" ist eine Art Wörterbuch und Grammatik für die bilderreiche Krippensprache mit ihren vielen Dialekten in der ganzen Welt. Es erklärt die biblischen und legendären Szenen, die Figuren, ihren Ursprung, die Ausdrucksformen und Glaubensinhalte des ganzen Krippenjahres und de fast vergessenen "Praefiguration". Verzeichnisse der Krippenkünstler in einzelnen Ländern sowie historische Daten ergänzen das Angebot an Auskünften.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 24.12.2002
Noch aus Zeiten lateinischer Bibelübersetzung stammt der Begriff 'praesepio' für Krippe, erläutert Alexander Menden, was wortwörtlich "Gehege" heiße und seither im romanischen Sprachraum den "gebenedeitesten aller Futtertröge" bezeichne. Seit jener Zeit, führt Menden fort, gebe es auch einen festen Figurenkanon, der in allen Krippen die Kerngruppe bilde. Dennoch seien seither viele Charaktere und Symbole hinzugekommen, welche in dem neu aufgelegten Krippenlexikon von Gerhard Bogner erläutert werden. Denn es gibt ja nicht nur Weihnachtskrippen, erfährt der unkundige Leser, sondern das gesamte Kirchenjahr wird durch die verschiedensten Krippen kommentiert. Die Neuauflage des Krippenlexikons enthält nach Menden einen sogenannten Präfigurationskalender, der alttestamentliche Krippenmotive zu den Ereignissen des Neuen Testaments in Beziehung setzt. Bogner gebe umfassend Auskunft über Motive und Figuren und erläutere ihre Herkunft, sagt Menden, denn viele Krippenbauer hätten nicht nur in der Bibel Anleihen gemacht, sondern auch aus ihrem täglichen Umfeld geschöpft. Im übrigen wage das Lexikon auch einen Blick über die Grenzen Europas hinaus bis nach Afrika und Südamerika, wo es eine reiche Krippentradition gebe.
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