Aus dem nachlass herausgegeben. Mit einem Nachwort von Alban Nikolai Herbst. Die Epoche, das sind die gar sehr bewegten bundesdeutschen Jahre von 1945 bis 1976. Der Schauplatz ist norddeutsch, Wilhelmshaven: Hafen, Bunker, Besatzungssoldaten, Kneipen. Die Schönheiten in der Tristesse, die geheimen Verstecke, die Nähe und Weite der See. Hier ist die Heimat des Jungen, um den sich alles dreht. Und ist es doch nicht, denn er ist heimatvertrieben. Er ist um den Vater gebracht, und eines Tages kommt diese Geschichte ans Licht, als das Fragen nach dem, der ihm fehlt, immer bohrender wird. So holt die dramatische Fluchtgeschichte aus Schlesien die Mutter wieder ein, die sich entscheidet, ihre innere Not nicht länger nur für sich zu behalten, sondern zu teilen. Dem werdenden Mann den ermordeten Vater wiederzugeben im Gedenken.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 18.04.2023
Rezensent Hans Christoph Buch macht deutlich, dass eine gewisse Sperrigkeit zu Gerd-Peter Eigner als Autor dazugehört. Eigners zu Lebzeiten des Autors unpublizierter autobiografischer Entwicklungsroman hat es durchaus in sich, gibt Buch zu bedenken, möchte das aber als Einladung an den Leser verstanden wissen, sich diesem Textrumm zu widmen. Eigner erzählt darin von seinen vitalen Lehr- und Wanderjahren ebenso wie von Krieg und Vertreibung und den Erfahrungen als Flüchtlingskind, so Buch. Auch wenn das Buch dem Rezensenten "manchmal überorchestriert" erscheint mit seinen verschiedenen Sprachebenen und "barocken" Metaphern, so ist es doch im besten Sinn ein Solitär in der Literatur, meint er.
Juli Zeh: Pony Show Eine prominente Verlegerin unter Mordverdacht. Ein spektakulärer Schwurgerichtsprozess. Und die Frage: Wie verhandelbar ist die Wahrheit? Sie ist über fünfzig, verheiratet… Daniel Kehlmann: Afrika Im Winter 1884 versammeln sich auf Einladung Bismarcks die großen Mächte zu einer Konferenz, auf der ein ganzer Kontinent mit all seinen Reichtümern aufgeteilt werden soll:… Shida Bazyar: Die Lücken Heimesbach im Hunsrück ist ein fiktiver Ort, an dem sich neunzig Jahre deutscher Geschichte in die Mauern und Biografien eingenistet haben. Es ist eine Gemeinde, die ihre… Dana Vowinckel: Anton und Alma Anton und Alma lernen sich bei einem Schüleraustausch in der Bretagne kennen. Jahre später treffen sie sich auf einer Party wieder. Beide kommen aus Berlin und studieren…