Giorgio Vasari (1511-1574) wurde mit seinen Viten, den Lebensbeschreibungen der berühmtesten Künstler, zum Erfinder der Renaissance, die er als erster umfassend beschrieb und in bis heute profunder Weise deutete. Außerdem war er Maler und Architekt, Hofkünstler und Unternehmer. In dieser neuen Biographie erzählt Gerd Blum vom Leben und von der Zeit des universalen Künstlers und führt durch den Kosmos seines Oeuvres.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 17.01.2012
Als Einführung in das Leben und Werk des großen Kunsthistorikers Giorgio Vasari kann Matteo Burioni diese von Gerd Blum verfasste Biografie unbedingt empfehlen. Sehr ausgewogen stelle Blum die Leistung des bereits zu Lebzeiten angefochtenen Vasari dar und mache klar, dass er kein Vasall der Medici gewesen sei, dafür aber dem heilsgeschichtlichen Denken des Mittelalters verhaftet war. Darüberhinaus aber lässt es der selbst mit Vasari befasste Münchner Kunsthistoriker Burioni in seiner scharfen Besprechung Kritik hageln. Für ihn ist ist das Buch viel zu sehr Nacherzählung von Vasaris Autobiografie und geht damit Vasaris Selbststilisierung auf den Leim. Außerdem vermisst Kritiker die Einbeziehung weiterer Forschungsliteratur und einen Blick über den Tellerrand europäischer Kunstgeschichte.
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