Aus dem Bulgarischen von Rumiana Ebert, unter Mitarbeit von Ines Sebesta. Der Ort der Handlung: Ein enges verqualmtes Zimmer in dem sich vier Spielerversammeln. Es ist kein normales Spiel, sondern ein grausamer Kampf, der nur vom Rücksichtslosesten gewonnen werden kann. Die Handlung der Novelle entwickelt sich während des Spiels als innerer Monolog des Haupthelden, eines Journalisten. Markov charakterisiert in dieser Novelle die Welt der sechziger Jahre in Bulgarien anhand eines Pokerspiels. Im Zentrum stehen die Abhängigkeiten, die als solche nicht angesprochen werden, sowie die psychischen Abgrunde der Beteiligten, die beim Versuch, einen der Mitspieler vollkommen zu zerstören und ihn finanziell zu ruinieren, alle Register von Hinterhältigkeit und planmäßiger Intrige offenlegen.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 21.09.2010
Uwe Stolzmann macht uns Lust auf einen Autor, der bei uns noch weitgehend unbekannt ist und der 1978 im Londoner Exil einen großen Tod starb, nachdem ihn der bulgarische Geheimdienst mit einem Regenschirm vergiftet hatte. Die jetzt auf Deutsch vorliegende Novelle hält Stolzmann für so klassisch und mindestens so doppelbödig wie Zweigs "Schachnovelle". Es geht um einen Falschspieler, dem selbst falsch mitgespielt wird, eine Geschichte, die für Stolzmann zugleich einen Stich ins Herz der sozialistischen Moral beinhaltet, "zynisch" und "stilistisch brillant" gearbeitet von einem, wie unser Rezensent findet, faszinierenden Menschen und einem guten Erzähler.
Juli Zeh: Pony Show Eine prominente Verlegerin unter Mordverdacht. Ein spektakulärer Schwurgerichtsprozess. Und die Frage: Wie verhandelbar ist die Wahrheit? Sie ist über fünfzig, verheiratet… Shida Bazyar: Die Lücken Heimesbach im Hunsrück ist ein fiktiver Ort, an dem sich neunzig Jahre deutscher Geschichte in die Mauern und Biografien eingenistet haben. Es ist eine Gemeinde, die ihre… Botho Strauß: Bleiben und Blicken In Botho Strauß' neuem Buch geht es um die Zeit und ihr Vergehen, um den Zauber der Kunst, um das Originale und das Eigentliche. Vor allem sind es Begegnungen und Nichtbegegnungen,… Dana Vowinckel: Anton und Alma Anton und Alma lernen sich bei einem Schüleraustausch in der Bretagne kennen. Jahre später treffen sie sich auf einer Party wieder. Beide kommen aus Berlin und studieren…