Elke Schmitter nutzt diese Rezension, um der zeitlosen Popularität der Simenon-Romane auf die Spur zu kommen. Ein wichtiger Aspekt scheint ihr dabei die "präzise Vagheit" zu sein: Leitseile zur zeitlichen oder gar politischen Orientierung gibt es nicht, auch Moden spielen keine Rolle. Dafür stehen Schmitters Ansicht nach Aspekte im Mittelpunkt, die zu jeder Zeit Gültigkeit haben: "Liebe, Verlangen, Gewinnsucht, Ehrgeiz". Simenons Romane leben für Schmitter vor allem von der skizzierten Atmosphäre, die der Detailbesessenheit so mancher Kollegen haushoch überlegen sei. Ein ungewöhnlich großes Lob der Rezensentin gilt der überarbeiteten Übersetzung dieses Buches: "Ein so elegantes Deutsch ist selten geworden", findet sie.
Siri Hustvedt: Ghost Stories Aus dem Amerikanischen von Uli Aumüller und Grete Osterwald. Als er im Sterben lag, sagte Paul Auster seiner Frau, er wolle ein Geist werden. Und das ist er für Siri Hustvedt… Kev Lambert: Möge uns die Freude bleiben Aus dem Französischen (Quebec) von Frank Weigand. In seinem neuen Roman beschreibt Kev Lambert den kometenhaften Aufstieg und Fall der Quebecer Stararchitektin Céline Wachowski:… Elias Hirschl: Schleifen Franziska Denk wächst im Umfeld des Wiener Kreises auf und leidet als Kind an einer seltsamen Krankheit: Jedes Symptom, von dem sie hört oder liest, bekommt sie sofort. In… Lukas Rietzschel: Sanditz Ein imposantes Bild der deutschen Gesellschaft - von der DDR bis in die GegenwartSanditz, eine Kleinstadt am Rande der Republik. Hier leben alte Offiziere, Bürgerrechtler,…