Georg Forster über James Cook - illustriert mit den in Sydney entdeckten Aquarellen. Dreizehn Jahre nach seiner in "Reise um die Welt" beschriebenen Forschungsfahrt errichtet Georg Forster seinem damaligen Kapitän ein Denkmal - Cook war 1779 in Hawaii auf seiner dritten Weltumseglung von Eingeborenen erschlagen worden. In einer umfassenden Würdigung seiner Taten und Ideen lässt Forster die Reisen des großen Weltumseglers, Forschers und Ingenieurs noch einmal Revue passieren. Dabei lobt er Cook nicht nur als großen Entdecker, sondern auch als genialen logistischen Planer, charismatische Führerpersönlichkeit, als Naturwissenschaftler, Erfinder - und als vorbildhaften Menschen, der das Wohl der ihm anvertrauten Seemänner über den eigenen Erfolg stellte.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 10.11.2008
Mit verhaltener Freude stellt Tobias Lehmkuhl diese Aufzeichnungen Georg Forster über den Entdecker James Cook vor, mit dem der Autor 1768 eine dreijährige Reise in die Südsee unternahm. Der Rezensent entnimmt dem Band, dass sich Cook als Kapitän hervorragend um seine Mannschaft kümmerte, mit Sauerkraut dem Skorbut vorbeugte und offensichtlich keinerlei Laster hatte, wie Foster mitteilt. Allerdings muss der Rezensent auch zugeben, dass ihm die Gestalt des Kapitäns und Entdeckers dabei merkwürdig blass bleibt und Forster mit lebendigen Details über die Reise nach Tahiti oder über den Charakter Cooks allzu zurückhaltend ist. Da verweist Lehmkuhl doch lieber auf Georg Christoph Lichtenbergs Porträt, wobei er sich allerdings des Eindrucks nicht erwehren kann, dass Cook ohnehin ein "seltsam steifer" Zeitgenosse gewesen sein muss.
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