Georg Brunold

Nichts als der Mensch

Beobachtungen und Spekulationen aus 2500 Jahren
Cover: Nichts als der Mensch
Galiani Verlag, Berlin 2013
ISBN 9783869710747
Gebunden, 720 Seiten, 85,00 EUR

Klappentext

Mit Fotografien von Daniel Schwartz. Mit zahlreichen Erst- und Neuübersetzungen sowie vielen Erstdrucken in Buchform darunter erstmalig vollständig Voltaires "Das Erdbeben von Lissabon", Herodot übersetzt von Vea Kaiser, Vergils "Ehe", Pierre Daniel Huets "Verstandesschwächen", Albert Londres "Bei den Irren" und Leszek Koakowskis "Ist Gott glücklich?". Was ist der Mensch? Was ist seine Stellung in der Welt? Ist er von Natur aus gut oder schlecht? Nach welchen Regeln funktioniert er? Das sind die Grundfragen allen Nachdenkens und Sinnierens, die die Neugierigeren unserer Spezies seit jeher umtreiben. Georg Brunold hat sich mit den großen Autoren der Menschheitsgeschichte auf Spurensuche gemacht. "Nichts als der Mensch" versammelt Texte aus über 2500 Jahren rund um den Planeten, von Menschen, die Extremes erlebten, Tiefes dachten, scharf beobachteten und hintersinnig fragten.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 31.12.2013

Nicht Antworten, aber kluge Fragen entfesselt dieser voluminöse Band beim Rezensenten. Otto A. Böhmer scheint damit zufrieden zu sein, auch die Auswahl von Texten zum rätselhaften Wesen Mensch aus 2500 Jahren, die der Philosoph Georg Brunold hier getroffen hat, notwendigerweise "nicht zwingend" ist (wieso Fichte und Plessner nicht vorkommen, fragt Böhmer sich allerdings schon). Was an Spekulationen und Beobachtungen zum seltsamen Tier Mensch von Abaelard bis Zola so angefallen ist über die Zeiten, als Traktat, Plädoyer, Manifest, Fantasie, erschmökert sich Böhmer mit Genuss und Gewinn. Das Heben des dicken Buches aber braucht Armkraft, warnt er.

Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 28.11.2013

Das ist es, das eine Buch, das man auf die einsame Insel mitnimmt, feiert Alexander Cammann Georg Brunolds "Nichts als der Mensch". Mehr als dreihundert Autoren und Texte der letzten zweitausendfünfhundert Jahre hat Brunold zusammengetragen, deren gemeinsames Thema der Mensch ist, das Menschsein eigentlich, und wenn es jemals so etwas wie einen objektiven Blick auf dieses merkwürdige Wesen gegeben hat, er findet sich in diesem vielstimmigen, widersprüchlichen, wundervollen Buch, meint der Rezensent. Sogar die Sorge, es handele sich "bloß" um eine schöne Sammlung kanonischer Texte ist unbegründet, freut sich Cammann, neben dem Bekannten (Jeffersons Unabhängigkeitserklärung, Churchills "Blut-Schweiß-und Tränen"-Rede findet sich "Unerwartetes, Abseitiges, Paradoxes und Furchtbares" von Marie Curie, Bunuel oder Ibn Arabi. Darüber hinaus hat Brunold den Texten "prägnante, oft brillante" Einführungen vorangestellt, lobt der Rezensent begeistert.

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