Herausgegeben von Gert Gröning und Uwe Schneider. Mit 90 Abbildungen. Der Sammelband enthält neun Studien zu Voraussetzungen, Strategien und Wirkungen nationaler und regionaler Identitätsbildung im Bereich der Gartenkultur und Landschaftsgestaltung in Deutschland innerhalb der letzten beiden Jahrhunderte. Mit Beiträgen von Adrian von Buttlar, Christian Fuhrmeister, Gert Gröning, Susanne Karn, Regina Krokowski, Jörg Matthies, Uwe Schneider, Joachim Wolschke-Bulmahn.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 20.12.2001
"Höchst lesenswert" findet Jürgen Tietz den Sammelband über "Gartenkunst und Nationale Identität". Der deutschen Eiche kommt hierbei eine besondere und vielfältige Rolle zu, erfährt der Leser. Die "Indienstnahme der Natur als politisches Symbol" sei bereits an der Doppeleiche als Symbol der Vereinigung der Herzogtümer Schleswig und Holstein 1460 nachweisbar. Seitdem habe die Eiche Bedeutung als vaterländisch-preußisches Symbol, beim Anlegen von Heldenhainen und in der Gefallenenverehrung , informiert Tietz. Auch dass die Versuche, der französischen und englischen Gartentradition eine eigenständige deutsche entgegenzusetzen, misslungen seien, erfährt man in diesem Buch. Thietz verrät auch, wie unscharf die ikonographische Festlegung von Naturmotiven gewesen sei und wie diese, ursprünglich als nationale Symbole gedacht, von mehreren Nationen verwandt wurden. Abschliessend weist der Rezensent auf zwei Rückblicke aus der DDR hin, die Beispiele von dem "ideologisch geprägten Kampf um eine 'neue deutsche Gartenkunst'" aus jüngster Vergangenheit sind.
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