Inflation, Energiekrise, steigende Staatsverschuldung, sinkende Wettbewerbsfähigkeit, löchrige Außengrenzen: Der wirtschaftliche Zustand Europas wirkt düster, obwohl gerade in geopolitisch gefährlichen Zeiten ein starkes, dynamisches Europa der beste Garant für Prosperität und Sicherheit der Mitgliedstaaten ist. Dazu kommt der Eindruck, europäische Politik sei bürokratisch und bürgerfern, gefangen in Streitereien über Verteilungsfragen. Starökonom Gabriel Felbermayr zeigt in seiner pointierten Analyse Europas, seiner Wirtschaft und seiner Rolle in der Welt: Wir stehen besser da, als viele meinen. Um aber weiterhin Wohlstand und Sicherheit zu garantieren, muss die EU spürbare Vorteile für die Bürger*innen und für die Länder bringen. Das heißt: Die Europäische Union muss sich auf ihre Kernkompetenzen konzentrieren und das, was sie tut, besser machen. Nur so findet sie im Inneren ausreichend Zustimmung und nach außen Gehör. Warum der Schlüssel dazu in der Vollendung der Wirtschaftsunion liegt und wir uns zu einer Union der gemeinsamen öffentlichen Güter weiterentwickeln müssen, zeigt dieses Plädoyer für ein zukunftsfähiges Europa.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 29.04.2024
Der Österreicher Gabriel Felbermayr ist aktuell einer der profiliertesten Wirtschaftsexperten, weiß Rezensent Andreas Mihm, anlässlich der bevorstehenden Europawahl hat er jetzt einen "luziden" Essay über die wirtschaftliche Situation der EU geschrieben. Die Wichtigkeit des Themas wird Mihm schon typographisch, durch Fett- und Großdruck, klar, auch inhaltlich überzeugt ihn Felbermayr mit seinem Plädoyer für einen besser organisierten, besser funktionierenden, ertragreicheren europäischen Markt, der auch die Länder an seiner "Peripherie" miteinbezieht. Überzeugend und fundiert, urteilt der Kritiker.
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