Friedrich von Schiller

Friedrich von Schiller: Sämtliche Werke

In fünf Bänden
Carl Hanser Verlag, München 2005
ISBN 9783446205017
Gebunden, 5802 Seiten, 150,00 EUR

Klappentext

Auf der Grundlage der Textedition von Herbert G. Göpfert herausgegeben von Peter A. Alt, Albert Meier, Wolfgang Riedel, Irmgard Müller und Jörg Robert. Für die Neu-Lektüre des Klassikers bedarf es neben zuverlässigen Texten einer auf die heutigen Leser zugeschnittenen Kommentierung, die die jüngsten germanistischen und historischen Erkenntnisse textbezogen zugänglich macht und zugleich gut lesbar ist. Dies leistet die Schiller-Ausgabe der Hanser-Klassiker, von Wissenschaftlern der jüngeren Generation neu bearbeitet auf der Grundlage der bewährten Edition. Der Textbestand ist an den Erstdrucken überprüft, ein wichtiger Text ist neu aufgenommen worden: die Dissertation "Von den entzündungsartigen Fiebern und Faulfiebern", deren Bedeutung erst vor wenigen Jahren erkannt wurde, und zwar als Erstedition nach der Krakauer Handschrift. Die Kommentare sind auf dem heutigen Stand der Forschung neu verfasst mit dem Ziel, ohne Umwege auf den Text hinzuführen. Es ist an der Zeit, Schiller neu zu lesen - diese Ausgabe lädt dazu ein.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 15.03.2005

Den Textbestand haben die Herausgeber der revisierten Schiller-Gesamtausgabe des Hanser fast gänzlich unberührt gelassen, sogar der Zeilenumbruch blieb erhalten, was den Vergleich mit älteren Ausgaben erleichtert, notiert Ralf Berhorst. Aber nicht nur mit dem Erhaltenen, auch mit dem Neuen ist der Rezensent durchweg zufrieden. Die Stellenkommentare haben durch das Ausformulierungen von Abkürzungen und Halbsätzen "deutlich an Lesbarkeit gewonnen", sind verständlicher und "meist auch informativer" geworden. Die Kommentare zu den Gedichten weisen im Vergleich zum Vorgänger fast die doppelte Seitenzahl auf - "fast immer zum Vorteil des Lesers", lobt Berhorst. Auch die Einleitungstexte hält er für "gelungen", zumindest interessant findet er das Anwachsen der Begriffserläuterungen, was die Herausgeber mit dem veränderten Bildungsvoraussetzungen der Leser begründen. Die einzige und "zugleich bemerkenswerte" Erweiterung ist eine Abhandlung "Über die Unterscheidung von entzündungsartigen Fiebern und Faulfiebern", mit der Schiller zu dissertieren versuchte. Die Neuübersetzung aus dem Lateinischen korrigiere "zahlreiche, oft sinnentstellende Fehler" der früheren Übertragungen.
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