Eine Liebesgeschichte vor dem Hintergrund des untergehenden Österreich - die Geschichte der Liebe zwischen dem jüdischen Bühnenschriftsteller Martin Hoffmann und der "arischen" Schauspielerin Carola Hell. Die beiden Liebenden richten sich in Wien eine gemeinsame Wohnung ein und träumen von einer guten neuen Zeit - da geht die Romanze unversehens in eine Tragödie über. Die Liebesgeschichte wird von der Weltgeschichte überrollt, Österreich wird im März 1938 von deutschen Truppen okkupiert. Finis Austriae. Friedrich Torbergs Roman ist unter äußerst dramatischen Umständen entstanden: von Mai 1938 bis Juni 1939 in Prag, Zürich und Paris - also während der Flucht, unmittelbar nachdem Torberg seinen Wohnsitz in Wien verloren geben musste.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 14.10.2015
Dem zwischen 1938 und 39 in Prag, Zürich und Paris notierten Roman merkt man die Umstände seiner Entstehung an, meint Rezensent Franz Haas. Friedrich Torberg, auf der Flucht vor den Nazis, schildert eine Liebe im friedlichen Wien, die nach dem Anschluss unter dem Stigma der "Rassenschande" steht. Leider ist die Geschichte sehr klischeehaft, zu schnell geschrieben, bedauert Haas. Er empfiehlt statt dessen Torbergs 1948 im Exil entstandenen Roman "Hier bin ich, mein Vater". Nur eins haben diese beiden Romane gemeinsam, erklärt er: Dass die Hauptfigur viel zu lange nicht glauben kann, dass die Nazis bleiben werden.
Shida Bazyar: Die Lücken Heimesbach im Hunsrück ist ein fiktiver Ort, an dem sich neunzig Jahre deutscher Geschichte in die Mauern und Biografien eingenistet haben. Es ist eine Gemeinde, die ihre… Dana Vowinckel: Anton und Alma Anton und Alma lernen sich bei einem Schüleraustausch in der Bretagne kennen. Jahre später treffen sie sich auf einer Party wieder. Beide kommen aus Berlin und studieren… Eva Menasse: Alleinruhelage Nach dem Ende der Ehe steht eine Frau mit ihrem Wochenendhaus plötzlich allein da. Hier hat sie einst mit der Familie die Idylle gesucht und will nun den Neuanfang wagen.… Dörte Hansen: Broder "Es zählt nur einer auf dem Hof, das ist der Sohn, der bleibt. Aber die anderen, die übrig sind, die zweiten, dritten, vierten Söhne und die Töchter, die nicht zählen, bleiben…